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	<title>Gruppenarbeit &#8211; Endlich Wachstum</title>
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	<description>Bildungsmaterialien für eine sozial-ökologische Transformation</description>
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		<title>Mehr Sein als Haben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maló Wawerda]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2025 14:24:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Teilnehmenden erfahren und reflektieren über die Rolle von menschlichen Bedürfnissen und deren Erfüllung im Kontext sozial-ökologischen Wandels. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Teilnehmenden (TN)</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<ul class="wp-block-list">
<li>üben eine achtsame Wahrnehmung ihrer (natürlichen) Umgebung.</li>



<li>übernehmen Verantwortung füreinander und für sich selbst.</li>



<li>reflektieren die Rolle menschlicher Bedürfnisse im Allgemeinen und eigener Bedürfnisse im Kontext globalen sozial-ökologischen Wandels</li>
</ul>
</blockquote>



<p><strong>Ablauf</strong></p>



<p>Hintergrund:</p>



<p><em>Die Imperiale Lebens- und Produktionsweise</em></p>



<p>In seinem Buch „Haben oder Sein“ beschrieb Erich Fromm bereits 1976, wie die Gesellschaft (im globalen Kapitalismus) vom Haben und Habenwollen bestimmt ist: Menschen, die immer mehr haben wollen, weil das (Wirtschafts-)system es so vorsieht. Das Konzept der imperialen Lebens- und Produktionsweise zeigt, wie der Wohlstand im Globalen Norden auf der Ausbeutung von Menschen und Natur – insbesondere im Globalen Süden – beruht. Die Konsumgesellschaft ist ein Fundament der imperialen Lebens- und Produktionsweise. Eine ungerechte globale Arbeitsteilung und Ressourcenausbeutung ermöglichen billige und ständig verfügbare Produkte. Werbung und Marketing verstärken die imperiale Lebens- und Produktionsweise, indem sie Konsum als notwendig für Glück, Status und Identität darstellen und immer neue Bedürfnisse „schaffen“.</p>



<p>Diese Wirtschaftsweise ist weder sozial gerecht noch ökologisch nachhaltig.</p>



<p>Eine Transformation hin zu einer gerechten und umweltfreundlichen Lebens- und Produktionsweise erfordert strukturelle Veränderungen in Wirtschaft und Politik. Gleichzeitig braucht es einen breiten Bewusstseinswandel – eine Veränderung von Konsumgewohnheiten und von Vorstellungen eines guten Lebens – in der Gesellschaft.</p>



<p>Gerade weil die gegenwärtige Form der Bedürfnisbefriedigung auf Kosten anderer geht, ist die Frage umso wichtiger: Was brauchen wir wirklich?</p>



<p><em>Warum sich der Blick auf die menschlichen Bedürfnisse lohnt</em></p>



<p>Bedürfnisse sind das, was Menschen zum Leben und Wohlbefinden brauchen. Sie hängen sowohl von unserem Körper (z. B. Hunger, Schlaf) als auch von unserer Psyche (z. B. Anerkennung, Sicherheit) ab. Manche Bedürfnisse sind für alle Menschen gleich, andere sind individuell unterschiedlich (gewichtet). Bedürfnisse sind nicht allzeit und überall gleich, sondern entstehen im Zusammenleben mit anderen Menschen und werden durch die Gesellschaft beeinflusst. Zugleich haben menschliche Bedürfnisse und die Versuche, sie zu erfüllen, wiederum Einfluss auf die Gesellschaft. Diese wechselseitige Beeinflussung zeigt, wie wichtig es ist, auf die menschlichen Bedürfnisse und deren Erfüllung zu blicken und diese besser zu verstehen – insbesondere auch bei der Suche nach solidarischen, ökologisch nachhaltigen Lebensweisen.</p>



<p><em>Was ist denn nun ein Bedürfnis, und was vielleicht auch nicht?</em></p>



<p>Verschiedene Wissenschaftler*innen und Denker*innen sind sich einig: Jede menschliche Handlung wird durch Bedürfnisse motiviert. Doch was jetzt genau als Bedürfnis gilt, bleibt umstritten. Das Nachdenken über Bedürfnisse wird heutzutage stark von den neoklassischen Wirtschaftswissenschaften geprägt. Sie gehen davon aus, dass menschliche Bedürfnisse grenzenlos sind, während die verfügbaren Mittel, um sie zu befriedigen, knapp sind. Dem gegenüber stellt der chilenische Ökonom Manfred Max-Neef eine andere Perspektive: Er unterscheidet zwischen grundlegenden Bedürfnissen (»needs«) und den Wegen, diese zu erfüllen (»satisfier«; deutsch etwa „Erfüller“). So ist ein Auto zu besitzen kein Bedürfnis, sondern ein Mittel zur Erfüllung des Bedürfnisses nach Teilhabe (über Mobilität) und Anerkennung. Es gibt aber auch andere Wege, dieses Bedürfnis zu befriedigen, z.B. Teilhabe durch Mobilität in Form von ÖPNV, oder Anerkennung durch eine sinnstiftende Tätigkeit, die auch von anderen als sinnvoll wahrgenommen wird.</p>



<p>In dieser Methode geht es darum, eine Annäherung an das Thema Bedürfnisse im Kontext von Klimakrise und globalen Zusammenhängen zu ermöglichen. Die Methode beginnt mit einer Spazier-Übung, die einen körperlich-emotionalen Einstieg zur Auseinandersetzung mit dem Thema bietet. Anschließend ermöglichen eine Selbstreflexion und ein Austausch eine inhaltliche Vertiefung. Ein achtsamer Umgang mit sich selbst und den anderen TN ist für die Methode sehr wichtig. Das beinhaltet für die TN, nur so weit mitzumachen und so tief hineinzugehen, wie es sich stimmig anfühlt.</p>



<p>Vorbereitung</p>



<p><br>Für die Spazier-Übung sollte vorab ein ruhiger, angenehmer, sicherer Ort (idealerweise ein Wald, Park, Garten oder eine größere Grünfläche) in der Nähe gesucht werden.</p>



<p>Die anleitende Person liest im Vorfeld zur Durchführung der Methode den kurzen Hintergrundtext (siehe oben) und das Zitat von Jeyanthy Siva und verschafft sich einen Überblick über die Liste der menschlichen Bedürfnisse und Emotionen, sowie über das Aufgabenblatt zu Bedürfnissen (siehe Arbeitsmaterial zum Download).</p>



<p>Durchführung</p>



<p>Spazier-Übung (25 Minuten)<br>Draußen am gewählten Ort bilden sich die TN Paare. Es gibt während der Übung immer eine leitende Person und eine Person, die sich mit geschlossenen Augen bewegt. Die anleitende Person weist darauf hin, dass sie nach ca. zehn Minuten ein Signal geben wird, auf das hin die beiden Personen ihre Rollen miteinander tauschen. Die Paare einigen sich, wer von beiden zuerst leiten und wer zuerst die Augen schließen möchte. Die Person, die die Augen schließt, kann zusätzlich einen Schal oder ein Tuch um die Augen binden. Die leitenden Personen werden darauf hingewiesen, dass sie nun mitverantwortlich für die Sicherheit ihrer Partner*innen sind. Sie sollen auf Stolperquellen oder herunterhängende Äste u. Ä. achten und davor schützen. Darüber hinaus soll während der Übung nicht gesprochen werden. Die Person mit den geschlossenen Augen kann jederzeit ihre Augen öffnen, wenn sie sich zu unsicher fühlt.</p>



<p>Die leitende Person bietet der anderen Person ihren Handrücken an, auf den die Person eine Hand legt. Die leitende Person hat nun die Aufgabe, die Person herumzuführen. Sie hat dabei folgende Möglichkeiten:</p>



<p>1. Sie kann die Person an eine Stelle führen, wo es etwas Besonderes zu sehen gibt, und ihr dort auf die Schulter tippen. Auf dieses Signal hin öffnet die Person die Augen und schaut. Dabei versucht sie, das zu Sehende so zu sehen, als würde sie so etwas zum ersten Mal sehen. Sie versucht, wertfrei Formen, Farben, Textur etc. wahrzunehmen. Wenn die leitende Person der Person nach einer Weile wieder auf die Schulter tippt, schließt die Person die Augen wieder. Die leitende Person kann die Person weiter führen.<br>2. Sie kann die Hand der anderen Person an einen Gegenstand heranführen. Die andere Person lässt dann die Augen geschlossen und ertastet mit den Händen die ihr angebotene Stelle. Auch hier versucht sie, die Beschaffenheit des Gegenstandes wahrzunehmen, so wie sie ist, ohne sie erraten zu müssen. Wenn die Person das Ertasten beendet, kann die leitende Person eine Hand wieder aufnehmen und mit ihr weitergehen. Beide Möglichkeiten (zu sehen und zu tasten) können mehrfach an unterschiedlichen Stellen wiederholt werden.</p>



<p>Nach der Erklärung kann die Spazier-Übung beginnen. Nach dem Signal zum Rollenwechsel erhalten die Paare noch einmal die gleiche Zeit wie für die erste Runde. Danach wird die Gruppe für eine Auswertung der Übung zusammengerufen. Die Auswertung kann je nach Wetter draußen vor Ort oder drinnen im Raum durchgeführt werden.</p>



<p>Auswertung Spazier-Übung (10 Minuten)</p>



<p>Mögliche Impulsfragen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie ging es euch mit der Übung?</li>



<li>Was habt ihr erlebt?</li>



<li>Wie einfach oder schwierig war es für euch, euch auf die Übung einzulassen? Warum?</li>



<li>Wie war es für euch, die Dinge möglichst ohne Wertung und mit Neugierde zu betrachten?</li>



<li>Was steckt in der Übung, das euch auch in eurem Leben begegnet?</li>



<li>Was hat diese Übung mit dem Thema „Mehr Sein als Haben“ zu tun?</li>



<li>Könnt ihr in der Übung etwas entdecken, das zu einer hohen Lebenszufriedenheit beitragen kann, wenn man es im eigenen Leben anwenden würde?</li>



<li>Was steckt in der Übung, das nicht nur mit eurer persönlichen Lebenszufriedenheit zu tun hat, sondern auch mit eurer Umwelt und eurem Miteinander?</li>
</ul>



<p>Selbstreflexion und Austausch in Paaren (30 Minuten)</p>



<p>Anschließend gehen die TN wieder in den Paaren aus der Spazier-Übung zusammen. Jedes Paar erhält ein Blatt mit dem Zitat von Jeyanthy Siva. Sobald die Paare zusammensitzen, liest die anleitende Person das Zitat laut vor. Die TN tauschen sich kurz zu zweit über folgende Fragen aus: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Was denkst du über das Zitat?</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Welches Menschenbild kommt hier zum Vorschein? Wie stehst du dazu? </li>
</ul>



<p>Die TN erhalten nun das Aufgabenblatt sowie das Blatt mit dem Überblick über die menschlichen Bedürfnisse und Emotionen (siehe Arbeitsmaterial zum Download) und haben 15 Minuten Zeit, für sich alleine die Fragen zu beantworten. Die anleitende Person kann Unterstützung anbieten, falls bei den TN Unklarheiten aufkommen. Bei Bedarf können die TN das Aufgabenblatt auch zu zweit ausfüllen.</p>



<p>Anschließend haben die Paare Zeit, sich gegenseitig ihre Aufgabenblätter vorzustellen, von ihren Reflexionen zu erzählen, zuzuhören und sich über Fragen auszutauschen. Die TN entscheiden selbst, was sie teilen möchten. Das Aufgabenblatt können sie im Anschluss an die Methode bei sich behalten.</p>



<p>Abschluss (5-10 Minuten)</p>



<p>Zum Abschluss kann in der Großgruppe ein Blitzlicht zu folgenden Fragen gemacht werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Was nehmt ihr aus der Spazier-Übung und der Reflexion über Bedürfnisse?</li>



<li>Was bedeutet das für eine gesellschaftliche Veränderung zu mehr Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit?</li>



<li>Menschen sind – hier vor Ort und global sehr unterschiedlich privilegiert, haben z.B. mehr oder weniger finanzielle Möglichkeiten. Welche Rolle spielt das für euch bei der Frage, wie Bedürfnisse befriedigt werden?</li>
</ul>



<p><strong>Varianten</strong></p>



<p>Übung Sitzplatz</p>



<p>Statt der Spazier-Übung in Paaren zu Beginn der Methode kann die Übung Sitzplatz (siehe Methode „Beziehungskrise?!“) durchgeführt werden. Der Sitzplatz ist eine Übung, die helfen soll, die Verbindung zur Natur, zu sich selbst und zu anderen zu stärken. Diese Variante eignet sich besonders, wenn die TN sich nicht kennen und (noch) kein ausreichendes Vertrauen zueinander haben, um die in dieser Methode vorgeschlagene Übung durchzuführen. Bei Bedarf können die beiden Übungen auch parallel stattfinden und die TN können selbst auswählen, welche Übung sie machen wollen.</p>



<p><strong>Tipps und Hinweise für Anleitende</strong></p>



<p>Das Spannungsfeld zwischen Lebenszufriedenheit und globalen Krisen thematisieren – Verbindung zu einer solidarischen Lebensweise herstellen: Viele Menschen erleben einen Widerspruch zwischen dem Wunsch nach persönlicher Lebenszufriedenheit und der Auseinandersetzung mit globalen gesellschaftlichen und ökologischen Krisen. Diese Methode möchte dieses Spannungsfeld thematisieren, ohne die Teilnehmenden (TN) zu überfordern oder mit Informationen zu globalen Krisen zu überfluten. Stattdessen werden sie in ihren konkreten Lebenswelten abgeholt und in ihrem individuellen sowie kollektiven Handeln für eine sozial-ökologische Lebensweise gestärkt.</p>



<p>Dabei geht es <em>nicht</em> darum, eine Debatte über Verzicht oder Konsumvermeidung zu führen. Ziel ist vielmehr, die TN dazu zu ermutigen und zu befähigen, eigene Bedürfnisse und die anderer besser zu verstehen und im Blick zu behalten, wenn sie über Strategien zu deren Erfüllung nachdenken.</p>



<p>Wichtig ist dabei, sich von einer neoliberalen Achtsamkeitspraxis abzugrenzen, die individuelle Selbstoptimierung in den Vordergrund stellt. Stattdessen soll eine kollektive Perspektive gefördert werden, in der Achtsamkeit als Mittel zur Stärkung von Gemeinschaft und gegenseitiger Unterstützung verstanden wird – insbesondere dann, wenn wir eigene Bedürfnisse sowie die anderer bewusster wahrnehmen.</p>



<p>Bei der Methode sollte besonders auf Diskriminierungssensibilität geachtet werden:</p>



<p> Für die Spazierübung gilt dies insbesondere im Umgang mit TN mit Sehbeeinträchtigungen. Bei Bedarf kann die Übung angepasst werden, um eine inklusive Teilnahme zu ermöglichen (siehe Variante 2).</p>



<p>Auch bei der Reflexion über Bedürfnisse sollen die TN dafür sensibilisiert werden, dass Menschen – global wie lokal – sehr unterschiedliche Möglichkeiten zur Bedürfniserfüllung haben, was stark mit globalen Ungleichheiten zusammenhängt. Die TN selbst bringen unterschiedliche Vorerfahrungen, Privilegien und Voraussetzungen, und die anleitende Person sollte hierfür besonders sensibel sein. Eine Auseinandersetzung mit Klassismus als struktureller Diskriminierungsform kann dabei hilfreich sein.</p>



<p><a></a> <strong>Quellen und Weiterführendes</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Fromm, E. (1976): Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft. Deutsche Verlagsgesellschaft.</li>



<li>hooks, bell (1994): Teaching to transgress – Education as the practice of freedom; Routledge.</li>



<li>Hunecke, Marcel (2013): Psychologie der Nachhaltigkeit – Psychische Ressourcen für Postwachstumsgesellschaften, Oekom.</li>



<li>I.L.A. Kollektiv (2019): Das Gute Leben für Alle. Wege in eine solidarische Lebensweise. Oekom, München.</li>



<li>Kashtan, M. (2014): Spinning Threads of Radical Aliveness. Transcending the Legacy of Separation in Our Individual Lives. Fearless Heart Publications. <a href="https://thefearlessheart.org/">https://thefearlessheart.org/</a></li>



<li>Max-Neef, M. (1986): Desarrollo a escala humana. Una opción para el futuro. CEPAUR.</li>



<li>Rosenberg, M. (2009): Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens. Junfermann.</li>



<li>Seeck, F. (2022): Zugang verwehrt: Keine Chance in der Klassengesellschaft– wie Klassismus soziale Ungleichheit fördert.</li>



<li>Sterling, S. (2010): Learning for resilience, or the resilient learner? Environ Educ Res 16:511–528.</li>
</ul>



<p></p>
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		<title>Queer durch die Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Caro Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2025 15:25:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Durch ein Textpuzzle lernen die TN globale Zusammenhänge von Geschlechter- und Klimagerechtigkeit kennen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Durch ein Textpuzzle lernen die TN globale Zusammenhänge von Geschlechter- und Klimagerechtigkeit kennen.</p>



<p><strong>Lernziele</strong></p>



<p>Die TN …</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>erkennen und reflektieren grundlegende Zusammenhänge zwischen Klima und Queerness im Bezug auf globale Gerechtigkeit.</li>



<li>reflektieren strukturelle Diskriminierung und Betroffenheiten queerer Gemeinschaften in der Klimakrise.</li>



<li>lernen Beispiele von Initiativen, Individuen und Organisationen kennen, die sich für globale queere Klimagerechtigkeit einsetzen.</li>
</ul>



<p><strong>Ablauf</strong></p>



<p><strong>Vorbereitung</strong></p>



<p>Zur inhaltlichen Vorbereitung wird der folgende Blogbeitrag gelesen:</p>



<p>Neuffer, C. (8. November 2024). <em>The sea levels are rising – so are we</em>. Konzeptwerk Neue Ökonomie. Retrieved from <a href="https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/the-sea-levels-are-rising-so-are-we/">https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/the-sea-levels-are-rising-so-are-we/</a></p>



<p>Die anleitende Person liest außerdem vor Beginn der Durchführung die Puzzle-Karten (Beispielkarten und Informationskarten) und das Glossar. Die anleitende Person sucht je nach gewünschtem Schwierigkeitsniveau aus, wie viele Puzzle-Karten sie benutzen möchte: Es empfiehlt sich, als Standard acht Kartenpaare zu benutzen. Es sollte beachtet werden, dass die Auswahl der Anzahl der Puzzle-Karten auch die Spielzeit beeinflussen kann. Bei mehr Kartenpaaren im Spiel wird mehr Zeit benötigt. Die Puzzle-Karten werden ausgedruckt und ausgeschnitten, das Glossar wird ausgedruckt. Pro Gruppe von 4 Personen wird ein Puzzle-Kartenset und ein Glossar benötigt.</p>



<p>Durchführung</p>



<p>1. Einführung (10 Minuten)</p>



<p>Die anleitende Person leitet das Thema ein, indem sie darauf aufmerksam macht, dass Klimagerechtigkeit mit den Rechten und der Stärkung von queeren Personen zusammenhängt, und erklärt den Ablauf der Methode und die Aufgabenstellung für die Gruppenarbeit.</p>



<p>2. Puzzle (20 Minuten)</p>



<p>Die TN teilen sich in Gruppen von je 4 Personen auf. Pro Gruppe von 4 Personen wird ein Puzzle-Kartenset und ein Glossar ausgeteilt. Innerhalb der Gruppen erhalten je 2 TN die Informationskarten, die anderen beiden die Beispielkarten. Abwechselnd liest eines der beiden Teams eine Karte vor, das jeweils andere Team ordnet dann eine der eigenen Karten der anderen zu, indem es die eigenen Karten liest und überlegt, welche Karte dazu passt. Danach wird gewechselt: Das Team, das gerade zugeordnet hat, liest eine neue Karte vor und das andere Team ordnet eine der eigenen Karten zu. Das Spiel geht weiter, bis alle Karten zugeordnet sind.</p>



<p>3. Gruppentausch (10 Minuten)</p>



<p>Alle TN gehen zu einem anderen Tisch, an dem zuvor eine andere Gruppe gearbeitet hat, sodass an jedem Tisch eine neu zusammengestellte Gruppe sitzt. Die Puzzles bleiben dabei auf den Tischen liegen. Die neuen Gruppen betrachten das Puzzle auf ihrem Tisch und gleichen es mit dem Puzzle ab, das ihre jeweiligen Gruppen gemacht haben. Falls es Abweichungen gibt, besprechen sie diese und ordnen ggf. einzelne Karten noch einmal neu zu.</p>



<p>4. Auswertung (20 Minuten)</p>



<p>Zurück in der Großgruppe<strong> </strong>werden die folgenden Fragen besprochen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie ging es euch beim Finden der passenden Karten?</li>



<li>Was war neu für euch? Was war interessant?</li>



<li>Wie geht es euch mit den neuen Informationen?</li>



<li>Auf welche Arten und Weisen sind queere Gemeinschaften von der Klimakrise besonders betroffen?</li>



<li>Was sind Gründe dafür, dass queere Gemeinschaften von der Klimakrise im Durchschnitt besonders betroffen sind?</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Was passiert im queeren Klimagerechtigkeits-Aktivismus? Kennt ihr Beispiele dafür?</li>



<li>Was bedeutet dieses Zitat für euch in Hinblick auf das Puzzle und das Thema? Welche Verbindung seht ihr? Es gibt keine eindimensionalen Kämpfe, weil wir keine eindimensionalen Leben führen. – Audre Lorde, eine bekannte Dichterin, Feministin und Bürgerrechtsaktivistin.<br>Aus Lorde, A. (1984): <em>Sister Outsider: Essays and Speeches</em>. Crossing Press.</li>
</ul>



<p>Tipps und Hinweise für Anleitende</p>



<p>Es gibt ein Glossar mit spezifischen Begriffen aus dem Feld. Es hilft der anleitenden Person, sich gut vorzubereiten, indem sie das Glossar und den Hintergrundtext gründlich durchliest.</p>



<p>Diskriminierungssensibilität und Machtverhältnisse:<br>Sei dir als anleitende Person der verschiedenen Positionierungen in der Gruppe bewusst und sprich das sensibel an. Achte auf mögliche Machtverhältnisse und stelle sicher, dass diskriminierende Aussagen oder Verhaltensweisen keinen Platz haben. Wenn FLINTA*-Personen (siehe Glossar) oder andere marginalisierte Gruppen weniger Redeanteil haben, sprich dies aktiv an, ohne dabei Geschlechtsidentitäten anzunehmen.</p>



<p><strong>Content Note:</strong><br>Die Methode thematisiert explizite Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen von LGBTQIA* Personen. Informiert die Teilnehmenden vorab über diese Inhalte und gebt ihnen die Möglichkeit, sich darauf vorzubereiten oder bei Bedarf den Raum zu verlassen. Weist auch darauf hin, dass es Raum für Solidarität und Unterstützung innerhalb der Gruppe geben soll. Es ist in der Auswertung wichtig, den emanzipatorischen Beispielen genug Raum zu geben, um nicht in einer Hilflosigkeit oder Ohnmacht zu verharren.</p>



<p><strong>Intersektionalität </strong><strong>(siehe Glossar) </strong><strong>und Medienreflexion:</strong><br>Zeigt auf, wie Queerfeindlichkeit Menschen trifft, die auch von anderen Diskriminierungsformen betroffen sind, und wie die Klimakrise diese Auswirkungen verstärkt. Bezieht aktuelle Debatten ein, insbesondere wenn Klima- und queere Aktivist*innen in den Medien zu Feindbildern gemacht werden.</p>



<p><a></a> <strong>Quellen und Weiterführendes</strong></p>



<p>Tolles Bildungsmaterial für die weiterführende Arbeit mit dem Thema Klima- und Geschlechtergerechtigkeit hat das Kollektiv Bildung für utopischen Wandel <a href="http://buwa-kollektiv.de/">http://buwa-kollektiv.de/</a> kreiert. Im Handbuch KlimaQUEERechtigkeit finden anleitende Personen eine ganze Reihe an Methoden und Hintergrundinformationen über die Bildungsarbeit in dem Bereich:</p>



<p>Bildung für utopischen Wandel e.V. (2023): <em>KlimaQUEERechtigkeit: Queerfeminismus und Klimagerechtigkeit zusammengedacht – Materialien für die Bildungsarbeit</em>. <a href="https://buwa-kollektiv.de/materialien/methoden/klimaqueerechtigkeit/">https://buwa-kollektiv.de/materialien/methoden/klimaqueerechtigkeit/</a></p>



<p>Andere Beispiele für queeren Aktivismus als Inspiration für weitere Bildungseinheiten können anleitende Personen u.&nbsp;a. in der Broschüre zu Klimakrise und Kolonialismus vom BUND finden:</p>



<p>BUNDjugend (Dezember 2021). <em>Kolonialismus und Klimakrise: Über 500 Jahre Widerstand</em>. <a href="https://www.bundjugend.de/wp-content/uploads/2024/09/kolonialismus_und_klimakrise-ueber_500_jahre_widerstand-2.pdf">https://www.bundjugend.de/wp-content/uploads/2024/09/kolonialismus_und_klimakrise-ueber_500_jahre_widerstand-2.pdf</a></p>
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		<title>Beziehungskrise?!</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/beziehungskrise/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Maló Wawerda]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Feb 2025 10:44:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Teilnehmenden erleben und reflektieren unterschiedliche Möglichkeiten, mit Natur in Beziehung zu sein. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Lernziele</strong></p>



<p>Die Teilnehmenden (TN) &#8230;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>lernen über verschiedene Gesellschaft-Natur-Beziehungen und deren globale Geschichte und soziale und ökologische Auswirkungen.</li>



<li>reflektieren ihr eigenes Verständnis von und ihre Beziehung zu Natur.</li>



<li>diskutieren, wie veränderte (Natur-)Beziehungen zu einer global nachhaltigen und gerechten Gesellschaft beitragen können.</li>
</ul>



<p><strong>Vorbereitung</strong></p>



<p>Die anleitende Person liest die Hintergrundtexte und macht sich mit dem Thema vertraut. Der erste Text beinhaltet eine kritische Perspektive auf moderne Naturbeziehungen, auf die Trennung zwischen Mensch und „Natur“ sowie auf die Auswirkungen davon. Der zweite Text gibt Hintergrundinformationen zur Übung „Sitzplatz“, die aus der Wildnispädagogik kommt.</p>



<p><strong>Durchführung</strong></p>



<p>1. Einstieg in das Thema (10 Minuten)</p>



<p>Dieser Teil dient der Heranführung der TN an das Thema. Sie werden dafür sensibilisiert, dass der Blick auf und das Verständnis von „Natur“ immer gesellschaftlich geprägt ist.</p>



<p>Die TN gehen zu zweit zusammen. Die anleitende Person erklärt den Ablauf der Übung. Die anleitende Person liest folgende Satzanfänge vor, welche die TN vervollständigen sollen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Natur bedeutet für mich &#8230;</li>



<li>Natur begegnet mir in meinem Alltag in …</li>



<li>Eine Erinnerung, in der ich mich mit Natur verbunden/als ein Teil von Natur gefühlt habe, ist &#8230;</li>
</ul>



<p>Die TN sollen dabei nicht zu viel nachdenken, sondern möglichst das sagen, was ihnen in dem Moment in den Sinn kommt. Pro Satzanfang haben sie eine Minute Zeit zu sprechen. Die jeweiligen Teams sprechen sich kurz ab, wer zuerst die Sätze vervollständigt und wer zuerst zuhört. Nach dem gesamten Durchlauf der Satzanfänge wird gewechselt. Die anleitende Person liest die Satzanfänge nochmal vor und lässt eine Minute Zeit zum Vervollständigen. Die Person, die vorher gesprochen hat, hört jetzt zu und die andere Person spricht und vervollständigt die Sätze.</p>



<p>2. Assoziationen Natur (10 Minuten)</p>



<p>Danach kommen alle in der Großgruppe zusammen. Die anleitende Person schreibt auf ein Flipchartpapier „Was ist Natur?“. Gemeinsam werden Gedanken und Assoziationen der TN zu „Natur“ gesammelt und von der anleitenden Person auf dem Flipchart festgehalten. Die TN können dabei Bezug auf ihre Gespräche zu zweit nehmen. Sie können aber auch weitere Gedanken teilen. Einzelne Aussagen werden an dieser Stelle nicht von der anleitenden Person oder von den anderen TN bewertet.</p>



<p>Wenn alle Assoziationen aufgeschrieben wurden, können die TN teilen, was ihnen auffällt, was sie interessant finden oder was sie gerade beschäftigt. Wenn nicht bereits von den TN gesagt, kann die anleitende Person noch einmal darauf hinweisen, dass der Blick auf und das Verständnis von „Natur“ gesellschaftlich geprägt ist, variieren kann und veränderbar ist.</p>



<p>3. Aufstellung zu Naturbeziehungen (15 Minuten)</p>



<p>Die anleitende Person schreibt zwei unterschiedliche Aussagen zu Naturbeziehungen auf jeweils ein DIN-A4-Blatt oder größer:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Wir sind getrennt von der Natur und getrennt voneinander. Die Natur ist etwas, das wir erobern, kontrollieren, besiegen und zu unserem eigenen Wohlbefinden und Schutz ausbeuten können und müssen.</li>



<li>Wir sind eng miteinander und mit allem Leben verbunden. Wenn der Ozean stirbt, sterben wir. Wenn die Natur stirbt, sterben auch wir. Um uns selbst zu lieben, müssen wir die Natur lieben. Um uns selbst zu schützen, müssen wir die Natur schützen.</li>
</ol>



<p>Alternativ können die Aussagen auch schon vorher auf Papier ausgedruckt werden. Die zwei Aussagen werden nacheinander laut vorgelesen. Die TN werden dazu eingeladen, kurz innezuhalten und wahrzunehmen, wie diese beiden Aussagen bei ihnen ankommen. Gibt es bestimmte Körperwahrnehmungen, Gefühle oder Gedanken, die beim Hören der Aussagen aufkommen?</p>



<p>Anschließend werden die beiden Aussagen an gegenüberliegende Enden des Raumes gelegt. Dazwischen wird eine imaginäre Linie durch den Raum gezogen, die das breite Spektrum zwischen den beiden Aussagen abbildet. Die TN nehmen, je nach persönlicher Einschätzung, zu welcher der beiden Aussagen es sie (eher) hinzieht, ihre Position auf der Linie ein. Die Linie ist dabei als stufenloses Barometer zu verstehen: Es stehen also nicht nur die beiden Aussagen, sondern auch jede denkbare Position dazwischen zur Auswahl. Während der Übung sollten die TN nicht miteinander sprechen, sondern versuchen, bei sich zu bleiben und sich auf die eigene Position zu konzentrieren. Sobald sich alle hingestellt haben, können sich die TN kurz mit ihren Nachbar*innen darüber austauschen, warum sie stehen, wo sie stehen. Danach können einzelne Stimmen (am besten aus verschiedenen Bereichen der Linie) von allen gehört werden.</p>



<p>Die anleitende Person erklärt, dass die Aussagen zwei unterschiedliche Verständnisse von Naturbeziehungen darstellen, und erzählt ein bisschen mehr zu deren Hintergründen (siehe Hintergrundtext).</p>



<p>4. Erfahrungsübung „Sitzplatz“ (40 Minuten)</p>



<p>Für kürzere Alternativen (ab 15 Minuten) siehe Varianten.</p>



<p>Zunächst wird den TN erklärt, wie die Übung abläuft und worauf sie dabei achten können (siehe Arbeitsmaterial). Der Weg zum Sitzplatz wird bereits schweigend zurückgelegt.</p>



<p>Die anleitende Person fordert die TN auf, sich von einem gemeinsamen Ausgangspunkt im Wald/Park zu verteilen und sich einen eigenen Sitzplatz auszuwählen. Es ist wichtig, die TN darüber zu informieren, wie und auf welches Zeichen hin sich alle wieder am Ausgangspunkt einfinden. Vereinbart dafür einen Ruf für das Ende der Übung, den alle in die vier Himmelsrichtungen wiederholen, sobald sie ihn hören. Den Rückweg zum Seminarort gehen die TN zu zweit und tauschen sich über ihre Erfahrungen während der Übung aus. Folgende Fragen können dabei unterstützen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie ging es dir während der Übung?</li>



<li>Gibt es eine Wahrnehmung aus der Übung, die du teilen möchtest?</li>



<li>Was nimmst du aus dieser Übung mit?</li>
</ul>



<p>5. Auswertung (15 Minuten)</p>



<p>Zurück am Seminarort kommen alle in der Großgruppe zusammen. Die TN werden eingeladen, ihre Erfahrungen aus der Übung zu teilen. Das kann im Popcorn-Prinzip erfolgen. Diejenigen TN, die möchten, teilen einen Aspekt ihrer Erfahrungen mit der Gruppe. Die anleitende Person kann das Gespräch mit Fragen leiten. Hier eine Auswahl an möglichen Fragen, an denen sich die anleitende Person orientieren kann:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie ging es euch während der Übung? Was möchtet ihr mit der Gruppe teilen?</li>



<li>Wenn ihr an die Aufstellung zu den Aussagen zurückdenkt, wie blickt ihr jetzt nach der Übung darauf? Hat sich etwas verändert?</li>



<li>Inwiefern hat euch die Methode geholfen, den eigenen Blick auf „Natur“ besser zu verstehen?</li>



<li>Inwiefern soll sich die menschliche Beziehung zur Natur verändern, damit die Gesellschaft global gerechter und nachhaltiger wird?</li>



<li>Was können wir zu einer Veränderung der Naturbeziehung beitragen? Wie können wir uns dafür einsetzen?</li>
</ul>



<p><strong>Varianten</strong></p>



<p>a) Biografiearbeit zur eigenen Naturbeziehung (25 Minuten)</p>



<p>Durchführung nach 1. statt 2. Das Thema Naturbeziehung kann nach den Einstiegsfragen zu zweit mit einer Biografiearbeit noch stärker eingebettet werden. In der Biografiearbeit reflektieren die TN, wie ihr Leben durch Beziehungen zur „Natur“ bestimmt war oder ist. Sie zeichnen Körperumrisse (Silhouetten) und befüllen diese mit Worten oder Bildern, indem sie sich mit einer Auswahl der folgenden Fragen beschäftigen: „Welches Verständnis von Natur wurde dir als Kind vermittelt? Hast du konkrete Erinnerungen daran? Wie hast du dich als Kind draußen gefühlt? Mit wem warst du draußen unterwegs? Welches Verständnis von Natur wurde dir in der Schule vermittelt?“ In Kleingruppen à 3-4 Personen stellen sich die TN gegenseitig ihre Silhouetten vor. Danach geht es weiter mit 3.</p>



<p>b) Varianten zur Sitzplatzübung</p>



<p>Falls wenig Zeit oder kein geeigneter Ort für die Sitzplatzübung vorhanden ist, können folgende alternative Wahrnehmungsübungen durchgeführt werden:</p>



<p>1. Gehmeditation (siehe Arbeitsmaterial zum Download) (15-30 Minuten)</p>



<p>2. Achtsamkeitsübung (siehe Methode „Mehr Sein als Haben“) (20-30 Minuten)</p>



<p>3. Meditation (siehe Methode „Ich fühl’s (nicht)“ – Arbeitsmaterial zum Download) (10-15 Minuten)</p>



<p><strong>Tipps und Hinweise für Anleitende</strong></p>



<p>Es ist wichtig, die TN für den Inhalt zu sensibilisieren. Bei Naturbeherrschung handelt es sich um eine gewaltsame Erzählung, die starke negative Auswirkung für viele Menschen hatte und immer noch hat – insbesondere für diejenigen, die direkt von Kolonialismus betroffen sind. Die anleitende Person sollte in dieser Methode darauf achten, dass alle Erfahrungen der TN geteilt werden können und dabei nicht als falsch, richtig, gut oder schlecht bewertet werden. Dafür braucht es einen vertrauensvollen und möglichst sicheren Raum, der sensibel für Diskriminierung und Vorurteile ist.</p>



<p>Es ist nicht Ziel der Sitzplatzübung, dass lediglich Trennung oder Verbundenheit zwischen Menschen und „Natur“ erfahren werden. Vielmehr sind alle Gedanken, Gefühle und Fragen, die auf dem Sitzplatz entstehen, legitim.</p>



<p><strong>Quellen und Weiterführendes</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Andreotti, V. et al. (2020): Gesturing Towards Decolonial Futures: Reflections on Our Learnings Thus Far. Nordic Journal of Comparative and International Education, 4(1), 43-65.</li>



<li>Braidotti, R. (2014): Posthumanismus. Leben jenseits des Menschen. Frankfurt am Main, Campus.</li>



<li>Br Pháp Hữu &amp; Confino, J. (n.d.): The Way Out is In. Plum Village Podcast. <a href="https://plumvillage.org/podcasts/the-way-out-is-in">https://plumvillage.org/podcasts/the-way-out-is-in</a></li>



<li>brown, a. m. (2017): Emergent Strategy. Shaping Change, Changing Worlds. AK Press.</li>



<li>Machado de Oliveira, V. (2021): Hospicing Modernity: Facing Humanity’s Wrongs and the Implications for Social Activism. Berkeley, North Atlantic Books.</li>



<li>Descola, P. (2011): Jenseits von Kultur und Natur. Frankfurt am Main, Suhrkamp.</li>



<li>Görg, C. (1999): Gesellschaftliche Naturverhältnisse (Einstiege; Bd. 7). Westfälisches Dampfboot.</li>



<li>Hemphill, P. (2024): What it Takes to Heal? How Transforming Ourselves Can Change the World. Random House.</li>



<li>I.L.A. Kollektiv (2019): Das Gute Leben für alle. Wege in die solidarische Lebensweise. Oekom Verlag.</li>



<li>Kimmerer, R. W. (2024): Geflochtenes Süßgras. Die Weisheit der Pflanzen. Aufbau-Verlag.</li>



<li>Stories for Life (2023): https://stories.life/</li>



<li>ulex project (n.d.): <a href="https://ulexproject.org/">https://ulexproject.org/</a></li>
</ul>
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		<title>Was kommt nach dem Wachstum?</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/was-kommt-nach-dem-wachstum/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Maló Wawerda]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jan 2025 14:34:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lernziele Die Teilnehmenden (TN)… Ablauf Vorbereitung Die anleitende Person liest die Texte im Arbeitsmaterial zum [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Lernziele</strong></p>



<p>Die Teilnehmenden (TN)…</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>lernen verschiedene Perspektiven und Ideen kennen, wie ein globales Wirtschaftssystem jenseits von Wachstum aussehen kann.</li>



<li>eignen sich neues Wissen über alternative Wirtschaftsweisen an und teilen dieses mit anderen TN.</li>



<li>machen Erfahrungen einer dialogischen Gesprächskultur, in der es nicht um ein Gegeneinander oder die eine perfekte Lösung geht, sondern darum, verschiedene Perspektiven und Handlungswege anzuerkennen und wertzuschätzen.</li>
</ul>



<p><strong>Ablauf</strong></p>



<p>Vorbereitung</p>



<p>Die anleitende Person liest die Texte im Arbeitsmaterial zum Download ausführlich und bereitet sich auf die Rolle der Talkshow-Moderation vor.</p>



<p>Durchführung</p>



<p>1. Einleitung (5 Minuten)</p>



<p>Die anleitende Person kommuniziert, dass es nun um Ideen und Konzepte zu Wirtschaft jenseits von Wachstum geht. Sie erklärt den Ablauf der Methode und stellt kurz die drei Texte mit den Interviews vor.</p>



<p>2. Kleingruppenphase (30-40 Minuten)</p>



<p>Die TN werden nun in drei gleichgroße Gruppen eingeteilt. Dafür werden an drei unterschiedliche Plätze im Raum je eine Moderationskarte mit dem Thema „Degrowth“, „Klimagerechtigkeit“ und „Donut-Ökonomie“ und die jeweiligen Texte dazu gelegt. Eine Gruppe arbeitet mit dem Interview „Gemeinsam könnten Grüne und Sozialisten das Klima retten“ mit Kohei Saito zum Thema Degrowth. Die zweite Gruppe liest das Interview „Ich wünsche mir radikale demokratische Lösungen“ mit Imeh Ituen zum Thema Klimagerechtigkeit. Die dritte Gruppe erhält das Interview „Kein System wächst endlos“ mit Kate Raworth zum Thema Donut-Ökonomie.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Degrowth (Interview mit Kohei Saito)</li>



<li>Klimagerechtigkeit (Interview mit Imeh Ituen)</li>



<li>Donut-Ökonmie (Interview mit Kate Raworth)</li>
</ul>



<p>Die TN können sich bei dem Thema platzieren, das sie am meisten interessiert. Wenn die Gruppen ungleich groß sind, fragt die anleitende Person, wer sich vorstellen kann, die Gruppe zu wechseln.</p>



<p>Sobald sich die drei Gruppen gefunden haben, haben sie nun Zeit, das Interview zu lesen und innerhalb der Gruppe zu besprechen. Nach dem Lesen klären die TN Verständnisfragen innerhalb der Kleingruppe. Die anleitende Person kann herumgehen und unterstützen, wenn nötig. Anschließend werden die Hauptargumente des jeweiligen Texts zusammen herausgearbeitet, die anschließend in das Gespräch eingebracht werden sollen. Das geschieht mithilfe der Methode „Ja, und …“.</p>



<p>Die Methode „Ja, und …“</p>



<p>Die TN in den Kleingruppen beginnen alle ihre Sätze mit „Ja, und …“. Eine Person startet mit einer Aussage/einem Argument aus dem Interview, z.&nbsp;B.: „Imeh Ituen sagt, dass …“. Danach ergänzt die nächste Person mit „Ja, und außerdem betont sie, dass …“. Dies hilft den TN dabei, die zentralen Aussagen der Interviews herauszuarbeiten und zu sammeln und sich (noch) nicht in Diskussionen zu verstricken. Zentrale Aussagen können mit Stichpunkten auf Moderationskarten notiert werden. Die TN können zusätzlich weitere eigene Argumente und Anliegen, welche die Argumente der Interviews ergänzen, für ihren Gesprächsbeitrag entwickeln. Jede Gruppe sollte die Position des*der Interviewpartner*in für ein prägnantes Eingangsstatement zusammenfassen, das dann als Auftakt für das darauffolgende Gespräch in der Talkshow dient.</p>



<p>3. Kurze Einführung in das Talkshow-Setting (5 Minuten)</p>



<p>Zur Talkshow wurden Vertreter*innen verschiedener Ansätze alternativer Wirtschaftsweisen eingeladen. Diese diskutieren dort die Frage „Was kommt nach dem Wachstum?“</p>



<p>Für jede Gruppe und für die Moderation ist jeweils ein Stuhl aufgestellt, die anderen TN sitzen gegenüber im Publikum. Angelehnt an die Fishbowl-Methode sollen möglichst viele TN in der Gesprächsphase zu Wort kommen. Daher bestimmt jede Gruppe zunächst eine Person, die in der Talkshow startet. Die Mitglieder der eigenen Gruppe können die Vertreter*innen durch ein Klatschsignal oder durch Aufstehen und In-Richtung-Stühle-Gehen auffordern, die Position zu tauschen, und somit das Gespräch selbst fortführen. Die Vertreter*innen können ebenfalls von sich aus aufstehen und den Stuhl freimachen für eine neue Person der Gruppe.</p>



<p>Die anleitende Person übernimmt die Rolle der Talkshow-Moderation. Sie weist darauf hin, dass es – anders als im klassischen Talkshow-Setting – nicht darum geht, möglichst viel zu Wort zu kommen und die eigene Position zu verteidigen, oder darum, mit den „besseren“ Argumenten zu gewinnen und die anderen zu übertrumpfen. Es geht vielmehr darum, dass die Vertreter*innen möglichst ihre Perspektive beitragen, die der anderen anhören und im besten Fall aufeinander eingehen und sich gegenseitig ergänzen können. Außerdem betont die anleitende Person, dass die TN zwar die inhaltlichen Positionen und zentralen Argumente aus den Interviews vertreten, sowie die weiteren in der Kleingruppe gesammelten Beiträge. Sie verkörpern jedoch nicht die interviewten Personen als solche und sprechen nicht aus deren Position und Erfahrung heraus.</p>



<p>4. Talkshow „Was kommt nach dem Wachstum?“ (15-20 Minuten)</p>



<p>Zur Einstimmung kann hier von der Moderation zunächst eine kleine Begrüßungsrede für die Zuschauer*innen gehalten werden, die die zentralen Themen und Fragen umreißt und einen leichten Einstieg für die Talkshow-Gäste bietet: „Vieles deutet darauf hin: Wir brauchen eine Wirtschaft und Gesellschaft, die nicht auf Wachstum ausgerichtet ist. Aber wie kann diese und der Weg dahin aussehen? Um diese Fragen zu besprechen, haben wir Gäste eingeladen, die uns verschiedene Perspektiven auf eine Wirtschaft jenseits von Wachstum näherbringen werden. Herzlich willkommen!“</p>



<p>Die Gesprächsparteien beginnen nun mit ihrem Einstiegsstatement und werden anschließend gebeten, auf das Statement der jeweils anderen einzugehen.</p>



<p>Mögliche Fragen für die Moderation:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Sie sitzen hier alle, um über Wirtschaft jenseits von Wachstum zu sprechen. Aber wieso brauchen wir eine solche Wirtschaft überhaupt? Was ist das Problem mit dem aktuellen Wirtschaftssystem?“</li>



<li>„Sie als Vertreter*in von Degrowth/Donut-Ökonomie/Klimagerechtigkeit: Wie stehen Sie dazu? Was muss aus Ihrer Perspektive noch beachtet werden?“</li>



<li>„Das klingt alles nach schönen Vorstellungen. Aber wie kommen wir denn dahin? Und wer kann dazu beitragen?“</li>
</ul>



<p>Die Talkshow endet nach 15-20 Minuten mit einem knappen Abschlussstatement der Vertreter*innen und wird durch eine kurze Zusammenfassung und mit einem Dank an alle Beteiligten durch die Moderation geschlossen.</p>



<p>5. Auswertung (10-15 Minuten)</p>



<p>Anschließend an die Talkshow, in der die TN eine bestimmte Perspektive vertreten haben, die nicht unbedingt ihre eigene war, geht es nun um die eigene Haltung. Dazu kann mit folgenden Fragen gearbeitet werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie habt ihr das Gespräch erlebt? Wie ging es euch beim Sprechen und beim Zuhören?</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie habt ihr euch dabei gefühlt, eine bestimmte Position zu vertreten, die vielleicht nicht eure eigene ist?</li>



<li>Inwiefern tragen die Ansätze zu globaler Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit bei? Welche Ansätze fandet ihr besonders überzeugend?</li>



<li>Was ist eure persönliche Meinung zur Frage, warum es eine Wirtschaft jenseits von Wachstum braucht?</li>



<li>Welche Schritte könnt ihr selbst gehen, um zu einer Wirtschaft jenseits von Wachstum beizutragen?</li>
</ul>



<p><strong>Varianten</strong></p>



<p>Statt einer Talkshow können niedrigschwelligere Formate für das Gespräch zu den unterschiedlichen Perspektiven auf alternative Wirtschaftsweisen gewählt werden. (ab 3.)</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Fishbowl: Für jede Gruppe und für die Moderation ist jeweils ein Stuhl in der Mitte des Raumes aufgestellt, die anderen TN setzen sich hinter den Platz ihre*r Redner*in. Dies nimmt den „Bühnencharakter“ der Talkshow und kann es TN erleichtern, am Gespräch teilzunehmen. Wichtig ist, dass die Moderation trotzdem präsent ist und Fragen stellt.</li>



<li>Gruppenpuzzle: Nach der Textarbeit in den Kleingruppen werden die Kleingruppen neu gemischt, sodass jedes Thema zweimal in jeder neuen Kleingruppe à sechs Personen vertreten ist. (Wenn es nicht genau aufgeht mit der Gruppengröße, können einzelne Perspektiven auch nur einfach vertreten sein.) In den neuen Kleingruppen geben nun alle den anderen TN einen kurzen Einblick in den Text, mit dem sie sich beschäftigt haben. Dabei geht es darum, die wichtigsten Informationen aus ihrem Text und das Gespräch in der vorherigen Kleingruppe kurz zusammenzufassen. Darauf aufbauend tauschen sich die TN zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden bei ihren Beispielen aus. Diese Methode stellt sicher, dass alle zu Wort kommen und wiedergeben können, was sie in den Texten gelesen und verstanden haben. Dabei geht jedoch der spielerische Charakter des Talkshow-Settings größtenteils verloren. Außerdem ist es für die anleitende Person herausfordernder, einen Überblick über die Gespräche der Kleingruppen zu haben und ggf. zu unterstützen, wenn es für die TN herausfordernd ist, zentrale Argumente der Texte wiederzugeben.</li>
</ul>



<p><strong>Tipps und Hinweise für Anleitende</strong></p>



<p>Zur Vorbereitung auf die Methode und insbesondere die Talkshow hilft es, die Interviews im Vorfeld genau zu lesen und evtl. noch weitere inhaltliche Recherche zu betreiben (siehe Quellen und Weiterführendes). So kann die anleitende Person auf mögliche aufkommende Fragen der TN eingehen und ggf. auf weitere Quellen verweisen. Auch das Video &#8222;Am Ende des Wirtschaftswachstums &#8230; wird&#8217;s besser&#8220; von Martin Oetting <a href="https://www.youtube.com/watch?v=hTaE_fjR52I">https://www.youtube.com/watch?v=hTaE_fjR52I</a> kann zur Vorbereitung geschaut werden, oder auch zusammen mit den TN. Wichtig dabei ist, dass es nicht darum geht, dass die anleitende Person Antworten auf alle Fragen hat, aber sich im Thema sicher genug fühlt, um die Methode durchzuführen. Im Interview mit Kohei Saito wird von „Degrowth-Kommunismus“ gesprochen und der Begriff auch kritisch betrachtet. Es kann hilfreich sein, sich als anleitende Person mit Kommunismus als Gesellschaftskonzept und Kritik daran aus verschiedenen Perspektiven auseinanderzusetzen (siehe Quellen und Weiterführendes).</p>



<p>Gespräch statt Diskussion: Es ist hilfreich, immer wieder – und insbesondere vor der Talkshow – darauf hinzuweisen, dass es – anders als im klassischen Talkshow-Setting – nicht darum geht, möglichst viel zu Wort zu kommen und die eigene Position zu verteidigen, oder darum, mit den „besseren“ Argumenten zu gewinnen und die anderen zu übertrumpfen. Es geht vielmehr darum, dass die Vertreter*innen möglichst ihre Perspektive beitragen, die der anderen anhören und im besten Fall aufeinander eingehen und sich gegenseitig ergänzen können. Dadurch können die TN für eine (Gesprächs-)Kultur des Miteinanders sensibilisiert werden, in der Menschen einander zuhören und verschiedene Ideen für eine sozial und ökologisch gerechte Gesellschaft zusammenbringen können. Dabei kann die anleitende Person auch auf die Redeanteile der TN achten: Menschen treten unterschiedlich selbstbewusst auf; häufig hängt das mit der eigenen (geschlechtsspezifischen) Sozialisation zusammen. Auch Stille aushalten zu lernen, wenn gerade niemand einen Beitrag hat, kann Teil einer solchen Gesprächskultur sein.</p>



<p>Komplexität und Abstraktion: Die Interviews sind tatsächliche Interviews, die als solche veröffentlicht wurden. Zum Teil werden komplizierte Begriffe benutzt oder Konzepte erwähnt und nicht immer ausreichend erklärt. Darauf kann die anleitende Person die TN hinweisen, bevor sie die Texte zum Lesen austeilt, und Unterstützung bei Verständnisschwierigkeiten anbieten. Darüber hinaus bieten die Interviews Konzepte und Ideen einer alternativen Wirtschaftsweise an. Sie gehen dabei aber nicht in konkrete und ausdifferenzierte Details über Maßnahmen und Wege dahin. Sie erklären also nicht den „Masterplan“ für eine andere Wirtschaft. Es ist möglich, dass TN einen solchen „Masterplan“ erwarten oder erhoffen und enttäuscht darüber sind, wenn die Interviews nicht konkret genug sind. Die anleitende Person kann im Vorfeld oder dann im Gespräch darauf hinweisen, dass es nicht den einen „Masterplan“ gibt, sondern dass es viele Maßnahmen und Lösungen gibt, die einander ergänzen und bestärken können. Zur Weiterarbeit kann z.B. die Methode „Klimagerechtigkeit jetzt!“ durchgeführt werden, in der es um konkretere Maßnahmen in einzelnen gesellschaftlichen Bereichen geht.</p>



<p>Thematische Erweiterung: Bei Interesse oder Bedarf kann die anleitende Person die drei vorhandenen Perspektiven erweitern und weitere Materialien dazu suchen. Weitere alternative Wirtschaftskonzepte sind z.B. „Care economy“ oder „Commons-/Gemeingüterbasierte Wirtschaft“.</p>



<p><strong>Quellen und Weiterführendes</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Adamczak, B. (2017): Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird. Unrast.</li>



<li>Adamczak, B. (2017): Beziehungsweise Revolution. 1917, 1968 und kommende. Suhrkamp.</li>



<li>Hickel, J. (2021): Less is more. How Degrowth will save the world. Windmill Books.</li>



<li>Ituen, I. &amp; Tatu Hey, L. (2021): Der Elefant im Raum &#8211; Umweltrassismus in Deutschland. Studien, Leerstellen und ihre Relevanz für Klima- und Umweltgerechtigkeit. Heinrich Böll Stiftung. <a href="https://www.boell.de/de/2021/11/26/der-elefant-im-raum-umweltrassismus-deutschland">https://www.boell.de/de/2021/11/26/der-elefant-im-raum-umweltrassismus-deutschland</a></li>



<li>Raworth, K. (2017): Doughnut Economics. Seven ways to think like a 21st-century economist. Random House Business.</li>



<li>Saito, K. (2023): Systemsturz. Der Sieg der Natur über den Kapitalismus. Dtv-Verlag.</li>



<li>Schmelzer, M. &amp; Vetter, A. (2021): Degrowth/Postwachstum zur Einführung. Junius Verlag.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Gutes Leben und Degrowth</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/gutes-leben-und-degrowth/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nora Peulen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 2024 13:06:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Reflexionsraum über globale soziale Ungleichheiten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><br>Ein Reflexionsraum über globale soziale Ungleichheiten.</p>



<p><strong>Arbeitsmaterialien zum Download</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Die Cachivera“ Video Link: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=j2iTjIC8Yek">https://www.youtube.com/watch?v=j2iTjIC8Yek</a></li>



<li>Arbeitsmaterial „Degrowth“</li>



<li>Artikel „Das Potenzial von Degrowth und Buen Vivir bei der Bewältigung von Unterentwicklung und Konflikten im Globalen Süden“</li>



<li>Text der Videogeschichte: „La Cachivera“ (Wir stellen dieses Material zur Verfügung, um das Verständnis der narrativen und konzeptionellen Inhalte zu erleichtern.)</li>
</ul>



<p><strong>Lernziele</strong><br>Die TN werden &#8230;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>ein „Gutes Leben“ als ein weites und komplexes Thema mit vielen zusammenhängenden Aspekten und Fragen erkennen.</li>



<li>den Zusammenhang zwischen Fragen des Degrowth und globaler Gerechtigkeit erkennen und ihre eigenen Bedürfnisse und Gerechtigkeitsvorstellungen in diesem Zusammenhang reflektieren.</li>



<li>Handlungsmöglichkeiten und Ansätze zur Demokratisierung von Gesellschaft und Wirtschaft erkennen.</li>
</ul>



<p><strong>Ablauf</strong></p>



<p>Hintergrund</p>



<p>Durch die Erläuterung der Begriffe „Buen Vivir“ und „Degrowth“ soll mit dieser Methode ein Reflexionsraum geschaffen werden, in dem die TN einige Aspekte der sozialen Ungleichheiten zwischen dem Globalen Süden und dem Globalen Norden aus einer dekolonialen Perspektive betrachten können.</p>



<p>Wir verstehen Degrowth als eine globale Strategie der Dekolonisierung, die besonders für den Globalen Norden relevant ist, aber auch globale Eliten und multinationale Unternehmen betrifft, unabhängig davon, in welchem Land sie ihren Sitz haben. Degrowth verbündet sich mit den Dekolonisierungsbewegungen (des Globalen Südens): Es ist eine Bewegung, die gegen imperialistischen Handel und imperialistische Lebensweisen aus den imperialistischen Zentren kämpft.</p>



<p>Degrowth richtet seine Kritik nicht auf das individuelle Konsumverhalten, sondern auf die in Wirtschaft, Politik und Kultur des Globalen Nordens (und weltweit) tief verankerten Systeme der Wachstumsabhängigkeit und Profitlogik. Die Reduktion der Energie- und Materialeffizienz der Ökonomien des Globalen Nordens und der multinationalen Konzerne ist ökologisch notwendig, weil die planetarischen Grenzen überschritten sind und der Planet für das menschliche Leben, insbesondere für den Lebensstil der Menschen im Globalen Norden, nicht mehr ausreicht.</p>



<p><a></a> In diesem Fall wurde in Zusammenarbeit mit der Vereinigung MIAPS (Mujeres Indígenas de AATICAM protectoras de la selva auf Deutsch Sprache Indigene Frauen aus AATICAM Beschützerin des Regenwaldes) in Mitú, Kolumbien, ein Video zum Konzept des „Buen Vivir“ produziert. Das Video mit dem Titel „La Cachivera (El Raudal)“ zeigt und erklärt den Herkunftsort des indigenen Volkes „Cubeo“. Dieser Ort, inmitten der Gewässer des Flusses Vaupés, wird in der Spiritualität und im kollektiven Gedächtnis dieses Volkes als heiliger Ort betrachtet und ist auch der Ort, an dem ein Teil der Quelle ihrer Ernährungssouveränität durch Bräuche wie die manuelle Fischerei entsteht.</p>



<p>Diese Annäherung an das Konzept des indigenen Territoriums wird es den TN ermöglichen, eines der Grundprinzipien des Konzepts des „Guten Lebens“ zu verstehen, das in der Harmonisierung der Beziehung zwischen Mensch und Natur und somit in der Dekommodifizierung der Natur als materielle Ressource besteht. Dies gilt auch für den Kampf gegen Praktiken wie den Extraktivismus.</p>



<p><strong>Vorbereitung</strong></p>



<p>Zur Vorbereitung der Themen dieser Methode empfehlen wir den anleitenden Personen die Lektüre des folgenden Artikels: „Das Potenzial von Degrowth und Buen Vivir bei der Bewältigung von Unterentwicklung und Konflikten im Globalen Süden“.</p>



<p>Der Text ist als Hintergrundtext in den Arbeitsmaterialien zum Download zu finden.</p>



<p><strong>Durchführung</strong></p>



<p>1. Einführung (10 Minuten)</p>



<p>Bevor das Video gezeigt wird, ist es wichtig, der Gruppe kurz die Begriffe „Gutes Leben“ und „Degrowth“ zu verdeutlichen – in diesem Fall bezieht sich jedes dieser Konzepte genau auf den Globalen Süden und Norden –und zu präzisieren, dass sie durch ihre Verknüpfung ein Handeln für globale Gerechtigkeit proklamieren.</p>



<p>Je nach Vorkenntnissen zum Thema kann überlegt werden, wie viele Informationen geklärt werden sollen oder nicht.</p>



<p>2. Videovorführung „Buen Vivir“ (15 Minuten) </p>



<p>Dieses Video dient als Beispiel für den Vorschlag und die Praxis des Konzepts des „Buen Vivir“ indigener Gemeinschaften, ihrer nachhaltigen, alternativen und solidarischen Lebensweise. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich um sozial und strukturell marginalisierte Gruppen handelt, die jedoch durch ihren Widerstand Autonomie und Selbstorganisation erlangt haben. Dies ermöglicht ihnen, ihre Partizipation und ihr Handeln gegenüber der Regierung und den strukturellen Systemen zu legitimieren.</p>



<p>Die Idee ist, dass die Gruppe den Bildern, dem Ton und dem Text bis zum Ende Aufmerksamkeit schenkt.</p>



<p>Im Diskussions- und Reflexionsteil gibt es Raum für Fragen und Überlegungen.</p>



<p>Link: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=j2iTjIC8Yek">https://www.youtube.com/watch?v=j2iTjIC8Yek</a></p>



<p>3. Kontextualisierung von Degrowth (20 Minuten)</p>



<p>Zeit zum Lesen der des Arbeitsmaterials:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„ Degrowth“</li>



<li>„Pluriversum statt Universum“</li>



<li>„Umweltgerechtigkeit: Inkommensurabilität der Werte“</li>
</ul>



<p>Es wird vorgeschlagen, dass die Lesedynamik individuell oder in Kleingruppen durchgeführt wird.</p>



<p>4. „Globale Gerechtigkeit und soziale Ungleichheit“: Diskussion und Reflexion (30 Minuten)</p>



<p>Fragen: individuelle Fragen der TN</p>



<p>Diskussion und Reflexion: gemeinsamer Dialog</p>



<p>Dynamik: gemeinsame und gleichzeitige Rotation der Plätze</p>



<p>Vor der Diskussionsrunde wird vorgeschlagen, dass sich die TN einige Minuten Zeit nehmen, um individuell zu reflektieren und ihre Fragen in Bezug auf das Video und die gelesenen Texte zu notieren.</p>



<p>Für die Diskussion und Reflexion werden die Fragen der TN der Gruppe vorgestellt. Es ist wichtig, dass dieser Raum eine kollektive Reflexion und Diskussion hervorruft, d.&nbsp;h. dass jede Person die Möglichkeit hat, sich einzubringen oder ihre Ideen vorzustellen und dabei die Ideen der anderen zu berücksichtigen.</p>



<p>Für die Dynamik des kollektiven Dialogs wird eine große Gruppe vorgeschlagen, in einem Kreis.</p>



<p>Bevor die einzelnen Fragen vorgestellt werden, werden die TN gebeten, ihre Plätze zu wechseln und gleichzeitig ihre Positionen oder Sitze zu tauschen. Wenn alle einen neuen Platz gefunden haben, kann die nächste Frage gestellt werden.</p>



<p>Bei Bedarf kannst du die folgenden Fragen als Beispiele verwenden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Welche Rolle kann Degrowth in deiner Lebenswirklichkeit im globalen Kontext spielen?</li>



<li>Wie kann ein Gutes Leben für alle gewährleistet werden?</li>



<li>Kann die Umsetzung von Degrowth soziale Ungleichheiten abbauen?</li>
</ul>



<p>5. Auswertung (15 Minuten)</p>



<p>Am Ende der Methode werden fünf Gläser aufgestellt und jedes Glas erhält (mit einem schriftlichen Etikett) einen der folgenden Werte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Bewusstsein und Sensibilität</li>



<li>Solidarität</li>



<li>Freiheit</li>



<li>Souveränität</li>



<li>Existenzsicherung</li>
</ul>



<p>Die TN sollen jedem der Werte einen individuellen Wert mit einer bestimmten Anzahl von Gegenständen zuordnen und diese in die Gläser legen. Am Ende schaut die Gruppe, welcher Wert (Glas) die meisten oder die wenigsten Gegenstände erhalten hat.</p>



<p><strong>Alternative</strong><br>Je nach Vorkenntnissen der Gruppe oder dem pädagogischen Kontext, in dem die Methode eingesetzt wird, kann den TN auch der folgende Artikel zur Lektüre vorgeschlagen werden:<br>„Das Potenzial von Degrowth und Buen Vivir bei der Bewältigung von Unterentwicklung und Konflikten im Globalen Süden.“<br>Der Text ist als Hintergrundtext in den Arbeitsmaterialien zu finden.</p>



<p><strong>Hinweise und Tipps für Anleitende</strong><br>Hinweis zum Inhalt: Es ist wichtig, die TN für den Inhalt zu sensibilisieren, insbesondere diejenigen, die direkt vom Kolonialismus betroffen sind, um die sozialen Ungleichheiten und die emotionalen Auswirkungen zu erkennen, die dieser verursacht hat. Schaffe Raum für Solidarität mit ihren Emotionen und ermögliche sichere Räume, die sensibel für Diskriminierung und Vorurteile sind.</p>



<p><strong>Quellen</strong>:</p>



<p>Lopez Furia, Gustavo de Jesus, (2022): <em>Una visión ambiental sobre el mundo al que aspiramos los pueblos indigenas amazónicos. NUESTRA COSMOVISION TERRITORIAL</em>. Mitú, Vaupes, Colombia, Asociación MIAAPS.</p>



<p>Santacruz, C. I. (2023): <em>Proyecto: Mahsirib, Centro de pensamiento, transmisión y enseñanza de conocimientos ancestral desde la formación de Sabedoras y Sabedores tradicionales indigenas de AATICAM</em>. Mitú, Vaupes, Colombia, Asociación MIAAPS.</p>



<p>Mendoza, J.; Jaramillo, R.; López, R.; Vargas, L.; Giraldo, D.; Ramírez, B.; Correa, F. (1997): Los Kuwaiwa : creadores del universo, la sociedad y la cultura. Quito, Ecuador, Ediciones ABYA-YALA.</p>



<p>Correa, F. (1996): POR EL CAMINO DE LA ANACONDA REMEDIO: Dinámica de la organización social entre los taiwano del Vaupés. Colombia, Tercer Mundo Editores.</p>



<p>Jiménez, D. A. (2007):<em> Construyendo Agenda 21 para el Departamento de Vaupés: Una construcción colectiva para el Desarrollo Sostenible de la Amazonia Colombiana</em>. Bogotá, Colombia, Instituto Amazónico de Investigaciones Científicas-Sinchi.</p>



<p>Navarro, A. G.(2021): La anaconda como serpiente-canoa: mito y chamanismo en la Amazonía Oriental, Brasil. Colombia, Universidad de Antioquia.</p>



<p>Demaria, F.; Kothari, A.; Salleh, A.; Escobar, A.; Acosta, A. (2019): Pluriverse: A Post-Development Dictionary. <em>Tulika Books.</em></p>



<p><em>Gerber, J. (n.d.): Value incommensurability Environmental Justice: A research project to study and contribute to the global environmental justice movement. Retrieved from:</em><a href="http://www.envjustice.org/2012/12/value-incommensurability/">www.envjustice.org/2012/12/value-incommensurability/</a></p>



<p>Kothari, A. (n.d.): Beyond Degrowth – Global South Perspectives.<em> Explore Degrowth. Retrieved from: </em><a href="https://explore.degrowth.net/media/presentation-slides/">https://explore.degrowth.net/media/presentation-slides/</a></p>



<p><em>Magalhaes Teixeira, B.</em><em> (</em><em>2021): </em><em>The potential of degrowth and buen vivir in addressing underdevelopment and conflict in the Global South. </em><em>Degrowth Info. Retrieved from: </em><a href="https://degrowth.info/de/blog/the-potential-of-degrowth-and-buen-vivir-in-addressing-underdevelopment-and-conflict-in-the-global-south">https://degrowth.info/de/blog/the-potential-of-degrowth-and-buen-vivir-in-addressing-underdevelopment-and-conflict-in-the-global-south</a></p>



<p><em>R</em><em>eparations and Degrowth Alliance</em><em>(O</em><em>k</em><em>tober </em><em>2023): </em><em>Repair, Degrow. Unpublished </em><em>(</em>unter Material zum Download finden<em>)</em></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>(K)eine Lösung für die Klimakrise?</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/keine-loesung-fuer-die-klimakrise/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Parwaneh Mirassan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Oct 2024 12:43:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die TN setzen sich in einer Gruppenarbeit kritisch mit technischen Lösungen für die Klimakrise auseinander.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Lernziele</strong></p>



<p>Die Teilnehmenden (TN)…</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>erweitern ihr Wissen über aktuelle Debatten über Lösungen in der Klimakrise</li>



<li>lernen konkrete Beispiele von technischen Lösungen (Wasserstoff, Elektromobilität und Geo-Engineering) kennen und setzen sich kritisch mit deren Potenzialen auseinander</li>



<li>verstehen den Zusammenhang zwischen technologischen Lösungen in der Klimakrise und globalen Gerechtigkeitsfragen</li>



<li>werden dazu angeregt, über Technikoptimismus und Fortschrittsglaube im Grünen Kapitalismus zu reflektieren und erkennen, dass es strukturelle Veränderungen braucht</li>
</ul>



<p><strong>Ablauf</strong></p>



<p>Vorbereitung</p>



<p>Die anleitende Person macht sich mit allen Arbeitsmaterialien vertraut und verschafft sich ein grundlegendes Verständnis von den verschiedenen technologischen Ansätzen, die in der Methode behandelt werden. Die Zitate werden in einer Präsentation bereitgestellt oder ausgedruckt. Die Arbeitsblätter werden in notwendiger Anzahl ausgedruckt.</p>



<p>Durchführung</p>



<p>1. Brainstorm (10 Minuten) </p>



<p>Die anleitende Person zeigt ein Flipchart mit dem Titel „Lösungen für die Klimakrise“. Die TN werden aufgefordert, spontan Lösungsansätze zu nennen, von denen sie in ihrem Umfeld, in (sozialen) Medien und öffentlicher Debatte schon gehört haben. Dabei geht es im ersten Schritt nicht darum, wie „klein“ oder „groß“ und weitreichend die Lösungsansätze sind, oder ob und wie sinnvoll die TN sie finden. Die genannten Lösungsansätze werden alle auf dem Flipchart notiert.</p>



<p>2. Einstieg (15 Minuten) </p>



<p>Die anleitende Person zeigt nacheinander die drei Zitate (siehe Arbeitsmaterial). Bei jedem Bild/Meme/Zitat haben die TN kurz Zeit, sich zu zweit darüber auszutauschen. Folgende Fragen können dabei unterstützen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wer spricht?</li>



<li>Was wird gesagt? Was ist der Bezug zur Klimakrise?</li>
</ul>



<p>Danach fragt die anleitende Person, worum es bei all diesen Zitaten geht. Je nach Antworten, erklärt sie, dass es bei allen um technische Lösungsansätze für die Klimakrise geht, und dass diese von verschiedenen Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Unternehmen als zentrale Lösungen vorgeschlagen werden. Neben dem Ausbau von erneuerbaren Energien, wie Wind- und Solarenergie, wird immer häufiger von neueren Technologien gesprochen, wie z.B. Wasserstoff als Treibstoff. Dabei wird häufig vor allem über deren Potenziale zur Reduktion von Treibhausgasemissionen gesprochen. Der hohe Ressourcenverbrauch, die entstehenden oder verstärkten sozialen und Umweltschäden durch den Ressourcenabbau, die ungleichen Machtverhältnisse zwischen Globalem Süden und Globalem Norden, sowie die Risiken der neuen Technologien werden dabei nur selten thematisiert. In der folgenden Gruppenarbeit soll es darum gehen, einen genaueren Blick auf einen von drei Ansätzen zu werfen, die als technologische Lösungen für die Klimakrise propagiert werden. Die drei technologischen Lösungen die zur Wahl stehen sind: Wasserstoff, E-Autos und Carbon Capture and Storage.</p>



<p>3. Gruppenarbeit (40 Minuten) </p>



<p>Die anleitende Person nennt die drei technologischen Ansätze und stellt kurz ihren potenziellen Beitrag zur Reduktion von Emissionen vor.</p>



<p>Je nach Interesse wählen die TN je ein Thema aus und finden sich zu den jeweiligen Themen in Gruppen à 3-6 Personen zusammen zusammen. Große Gruppen können nochmal in zwei Gruppen geteilt werden. Wichtig ist, dass es zu jedem Thema mindestens eine Gruppe gibt und die Gruppen ähnlich groß sind.</p>



<p>Sobald die Gruppen gebildet sind, erhalten sie jeweils 1 Arbeitsblatt zum gewählten Thema (siehe Arbeitsmaterial). Die TN haben 30-35 Minuten Zeit, den Einführungstext zu lesen, das im Arbeitsblatt enthaltene Material zu konsumieren, sowie die Auswertungsfragen zu besprechen und eine Reaktion auf eines der Zitate zu formulieren. Ggf. kann die Zeit für die Gruppenarbeit verlängert werden, wenn die Gruppen nach der gegebenen Zeit noch nicht soweit sind. Die anleitende Person steht für Fragen und mögliche Unterstützung zur Verfügung. Insbesondere am Beginn der Gruppenarbeit und gegen Ende, beim Formulieren der Reaktion, sollte Unterstützung aktiv angeboten werden.</p>



<p>4. Reaktionen präsentieren (10-15 Minuten)</p>



<p>Die TN kommen wieder zusammen und die Zitate vom Einstieg werden wieder visualisiert. Nacheinander tritt jede Gruppe nach vorne und reagiert auf eines der Zitate mit Wissen und Argumenten aus dem Material. Die Reaktionen der Gruppen sollen dabei so kurz, knackig und klar wie möglich gehalten werden und nicht länger als 2-3 Minuten pro Gruppe dauern.</p>



<p>5. Auswertung (15-20 Minuten) </p>



<p>&#8211; Wie ging es euch mit der Gruppenarbeit? Wie leicht/schwer fiel es euch, euch den Themen anzunähern mithilfe des Materials?</p>



<p>&#8211; Was war neu? Was war interessant?</p>



<p>&#8211; Wie ging es euch beim Formulieren einer Reaktion?</p>



<p>&#8211; Wo seht ihr einen Zusammenhang zwischen technologischen Lösungen in der Klimakrise und Globaler (Un-)gerechtigkeit?</p>



<p>&#8211; Warum fokussieren viele Akteure in der Klimakrise auf technologische Lösungen – trotz der Probleme, die damit einhergehen? Welche möglichen Gründe fallen euch ein?</p>



<p>&#8211; Welchen Beitrag können technologische Lösungen für eine nachhaltigere, gerechtere Gesellschaft leisten? Was bräuchte es dafür?</p>



<p><strong>Varianten</strong></p>



<p><br>(1) Für einen kreativen Abschluss der Methode kreieren die TN in den jeweiligen Arbeitsgruppen ein eigenes Bild/Meme/Zitat. Dieses soll auf humorvolle Art auf die Inhalte der präsentieren Zitate vom Beginn kritisch Bezug nehmen und das neu erworbene Wissen aufgreifen.</p>



<p>(2) Kürzere Variante mit Video (70 Minuten)</p>



<p>Für Gruppen, die sich bisher noch nicht so stark mit dem Thema beschäftigt haben, oder für die selbstständiges Arbeiten eine Herausforderung darstellt, bietet sich das Video &#8222;Die Anstalt &#8211; Neues vom Klima &#8211; vom 16.7.2024&#8220; an. <a href="https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-16-juli-2024-100.html">https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-16-juli-2024-100.html</a> Es dauert 46 Minuten und greift verschiedene technische Lösungen für die Klimakrise auf und betrachtet diese kritisch und humorvoll. </p>



<p>Im Ablauf der Methode wird dann direkt nach dem Brainstorm (1) das Video geschaut. Danach geht es direkt in die Auswertung:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Was war neu? Was war interessant?</li>



<li>Welche &#8222;Lösungen&#8220; werden genannt und wie werden sie bewertet?</li>



<li>Wo seht ihr einen Zusammenhang zwischen technologischen Lösungen in der Klimakrise und Globaler (Un-)gerechtigkeit?</li>



<li>Warum fokussieren viele Akteure in der Klimakrise auf technologische Lösungen – trotz der Probleme, die damit einhergehen? Welche möglichen Gründe fallen euch ein?</li>



<li>Welchen Beitrag können technologische Lösungen für eine nachhaltigere, gerechtere Gesellschaft leisten? Was bräuchte es dafür?</li>
</ul>



<p><strong>Durchführung digital </strong></p>



<p>Allgemein:</p>



<p><a></a>Für die digitale Durchführung benötigen alle TN ein digitales Endgerät (bevorzugt PC) und den Link zur Videokonferenz. Das anschließende Sammeln von Lösungsansätzen kann entweder über den Chat im Videokonferenztool, oder mithilfe einer Wortwolke stattfinden.</p>



<p>Ergänzungen für die digitale Durchführung:</p>



<p>1. Einstieg (15 Minuten)</p>



<p>Beim Einstieg teilt die anleitende Person die Zitate online als Präsentation. Statt einem Austausch zu zweit, können die TN in Form einer Popcornrunde auf die Frage eingehen, worum es bei all diesen Zitaten geht.</p>



<p>2. Gruppenarbeit (40 Minuten)</p>



<p>Für die Gruppenarbeit treten die TN Breakout-Räumen (mindestens 3, bei hoher TN-Zahl mehr) bei. Sie erhalten die Arbeitsblätter als digitale Dokumente. Die verlinkten Materialien können sie entweder jede*r für sich direkt auf ihrem digitalen Endgerät konsumieren und danach in der Gruppe darüber sprechen, oder eine Person aus der Gruppe teilt Bildschirm und Audio mit den anderen. Für die Gruppenarbeit ist es notwendig, dass die anleitende Person mindestens einmal in jeden Breakout-Raum geht und Unterstützung anbietet.</p>



<p>4. Reaktionen präsentieren (10-15 Minuten)</p>



<p>Die TN kommen wieder zusammen und die Zitate vom Einstieg werden wieder visualisiert. Nacheinander tritt jede Gruppe nach vorn und reagiert auf eines der Zitate mit Wissen und Argumenten aus dem Material. Die Reaktionen der Gruppen sollen dabei so kurz, knackig und klar wie möglich gehalten werden und nicht länger als 2-3 Minuten pro Gruppe dauern.</p>



<p>5. Auswertung (15-20 Minuten)</p>



<p>Welchen Beitrag können technologische Lösungen für eine nachhaltigere, gerechtere Gesellschaft leisten? Was bräuchte es dafür?</p>



<p>Wie ging es euch mit der Gruppenarbeit? Wie leicht/schwer fiel es euch, euch den Themen anzunähern mithilfe des Materials?</p>



<p>Was war neu? Was war interessant?</p>



<p>Wie ging es euch beim Formulieren einer Reaktion?</p>



<p>Wo seht ihr einen Zusammenhang zwischen technologischen Lösungen in der Klimakrise und globaler (Un-)Gerechtigkeit?</p>



<p>Warum fokussieren viele Akteur*innen in der Klimakrise auf technologische Lösungen – trotz der Probleme, die damit einhergehen? Welche möglichen Gründe fallen euch ein?</p>



<p>Findet wieder mit allen im Hauptraum statt.</p>



<p><strong>Tipps </strong><strong>und Hinweise </strong><strong>für Anleitende</strong></p>



<p>Die Methode erfordert ein gewisses Vorwissen und ein Einarbeiten ins Thema durch die anleitende Person (siehe Quellen und Weiterführendes). Dabei ist es nicht notwendig, alle chemischen und physikalischen Prozesse der Technologien im Detail zu verstehen, aber ein Grundverständnis der Funktionsweise der jeweiligen Technologie ist sinnvoll. Für Detailfragen können die TN an andere Quellen verwiesen werden.</p>



<p>Je nach Zielgruppe ist es möglich, dass die TN hinsichtlich der Klimakrise bisher vor allem mit technologischen Lösungsansätzen in Berührung gekommen sind. Bei der kritischen Auseinandersetzung mit solchen Lösungsansätzen sind verschiedene Reaktionen möglich, z.B. Abwehrhaltung, Pessimismus, Hoffnungslosigkeit. Es empfiehlt sich eine besondere Aufmerksamkeit für Reaktionen dieser Art bei den TN. Im Umgang damit hilft eine wertschätzende Haltung gegenüber den unterschiedlichen Beiträgen der TN und generell Wertschätzung von Kontroversität und Diskussion. Wenn möglich folgt auf die Methode eine Methode der Kategorie „Alternativen“ oder die Methode „Gutes Leben kann es nur für alle Geben“ um den Fokus auf strukturelle Globale Ungleichheiten zu vertiefen. Um sich tiefer mit dem Wachstumsparadigma auseinander zu setzen, könnte mit der Methode „Die zwei Seiten der Medaille“ weitergearbeitet werden.</p>



<p><strong>Quellen und Weiterführendes</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Formando Rutas: Material Educativo. <a href="http://www.formandorutas.tech/">www.formandorutas.tech/</a> (11.09.2024)</li>



<li>Hartmann, Kathrin (2021): Solch grüner Schein. <a href="http://www.freitag.de/autoren/kathrin-hartmann/solch-gruener-schein">www.freitag.de/autoren/kathrin-hartmann/solch-gruener-schein</a> (11.09.2024)</li>



<li>Klimakollektiv: Klimascheinlösungen. <a href="http://www.klimascheinloesungen.de/">www.klimascheinloesungen.de</a> (11.09.2024)</li>



<li>Konzeptwerk neue Ökonomie (Hrsg.) (2022): Wasserstoff und Klimagerechtigkeit. www.<a href="https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/bausteine-fuer-klimagerechtigkeit/wasserstoff-und-klimagerechtigkeit/">ko</a><a href="https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/bausteine-fuer-klimagerechtigkeit/wasserstoff-und-klimagerechtigkeit/">nzeptwerk-neue-oekonomie.org/bausteine-</a><a href="https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/bausteine-fuer-klimagerechtigkeit/wasserstoff-und-klimagerechtigkeit/">fuer-klimagerechtigkeit/wasserstoff-und-klimagerechtigkeit/</a></li>



<li>Schulz, Sven (2024): Lithium-Abbau: Das solltest du darüber wissen. <a href="http://www.utopia.de/ratgeber/lithium-abbau-das-solltest-du-darueber-wissen/"><u>www.ut</u>opia.de/ratgeber/lithium-abbau-das-solltest-du-darueber-wissen/</a> (11.09.2024)</li>



<li>ZDF (2024): Die Anstalt vom 16. Juli 2024 &#8211; Neues vom Klima. Politsatire mit Max Uthoff und Maike Kühl. <a href="https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-16-juli-2024-100.html">https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-16-juli-2024-100.html</a> (12.12.2024)</li>
</ul>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schritt für Schritt</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/schritt-fuer-schritt/</link>
					<comments>https://endlich-wachstum.de/method/schritt-fuer-schritt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Caro Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2024 10:59:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Konkrete fiktive Ereignisse aus der Zukunft machen eine nachhaltig und gerecht gestaltete Digitalisierung vorstellbar.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Konkrete fiktive Ereignisse aus der Zukunft machen eine nachhaltig und gerecht gestaltete Digitalisierung vorstellbar.</p>



<p><strong>Lernziel</strong><strong>e:</strong></p>



<p>Die Teilnehmenden (TN) …</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>lernen spielerisch konkrete mögliche Schritte in eine nachhaltig und fair gestaltete Digitalisierung kennen.</li>



<li>üben sich in utopischem Denken und werden zu eigenem Handeln motiviert.</li>



<li>reflektieren globale Machtverhältnisse und Handlungsmöglichkeiten im Kontext von Digitalisierung.</li>
</ul>



<p><strong>Ablauf</strong></p>



<p>Hintergrund</p>



<p>Weltweit existieren zivilgesellschaftliche Akteur*innen, die sich für eine nachhaltigere und global gerechtere Gestaltung und Nutzung digitaler Technik einsetzen. Diese leisten Widerstand gegen die dominante Machtposition großer Techkonzerne aus dem Globalen Norden, bauen selbst Alternativen dazu auf und fordern politische Rahmenbedingungen dafür.</p>



<p>Die hier zusammengestellten „Ereignisse aus der Zukunft“ basieren auf den Ansätzen und Forderungen der Netzwerke „Whose Knowledge?, „African Women‘s Development and Communications Network“ sowie „Bits &amp; Bäume“ (darin u. a. Forum Informatiker*innen für den Frieden, Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V., Open Knowledge Foundation, Germanwatch) (vgl. Quellen).</p>



<p>Vorbereitung</p>



<p>Das Arbeitsblatt „Ereignisse aus der Zukunft“ wird in der Anzahl der späteren Kleingruppen ausgedruckt, die Kärtchen werden auseinander geschnitten und diese gut gemischt in Stapeln bereit gelegt. Das Arbeitsblatt „Strategien“ wird in der Anzahl der späteren Kleingruppen ausgedruckt und bereitgelegt.</p>



<p>Durchführung</p>



<p>1. Einführung (5-10 Minuten)</p>



<p>Die anleitende Person erzählt den TN, dass es auf der ganzen Welt Menschen gibt, die sich für eine nachhaltige und faire Gestaltung und Nutzung digitaler Technik einsetzen.</p>



<p>Dafür gibt es verschiedene Zugänge oder Strategien. Sie lassen sich einteilen in einerseits „Widerstand leisten und Alternativen selbst aufbauen“ und andererseits „politische Rahmenbedingungen und Gesetze schaffen“. Alle diese verschiedenen Strategien sind wichtig.</p>



<p>Aktuell gibt es bereits konkrete Forderungen und erste kleinere Ansätze dazu. Wie wäre es aber, wenn diese wirklich im großen Stil umgesetzt würden? Was würde dann passieren? Was wären Schritte auf dem Weg in eine nachhaltige und global gerechte Gestaltung und Nutzung digitaler Technik?</p>



<p>Manchmal ist es nicht so einfach, sich auf utopisches Denken einzulassen. Die TN werden eingeladen, es zu probieren.</p>



<p>2. Kleingruppenphase zu Ereignissen aus der Zukunft (30 Minuten)</p>



<p>Die TN finden sich in Kleingruppen à 3-4 Personen zusammen. Am besten haben sie einen Tisch oder eine andere Ablagemöglichkeit zwischen sich.</p>



<p>Die anleitende Person teilt den Kleingruppen je einen Stapel mit Ereigniskarten und ein Arbeitsblatt „Strategien“ aus und erklärt den Ablauf.</p>



<p>Die TN haben jetzt 30 Minuten Zeit, sich mit den Ereignissen auseinanderzusetzen: Sie teilen die Ereigniskarten zu gleichen Teilen unter sich auf und legen ihre Stapel verdeckt vor sich. Das Arbeitsblatt „Strategien“ legen sie in die Mitte.</p>



<p>Eine erste Person beginnt damit, ihr Ereignis vorzulesen. Sie kann dann als Erste ihre Gedanken zu den Fragen auf dem Arbeitsblatt „Strategien“ teilen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Was verändert sich dadurch?</li>



<li>Wem bringt das etwas? Für wen ist das eine Verbesserung?</li>



<li>Seht ihr das Ereignis eher im Bereich „Widerstand leisten und Alternativen aufbauen“ oder im Bereich „politische Rahmenbedingungen verändern“?</li>
</ul>



<p>Danach können auch die anderen in der Kleingruppe ihre Gedanken dazu teilen.</p>



<p>Die Person legt ihre Ereigniskarte dann zu dem ausgewählten Bereich des Arbeitsblattes „Strategie“.</p>



<p>Dann folgen die nächsten Personen immer reihum, solange bis alle Karten besprochen oder 30 Minuten um sind.</p>



<p>3. Reflexion (20 Minuten)</p>



<p>Die TN kommen wieder in der Großgruppe zusammen. Hier können folgende Fragen besprochen werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie ging es euch mit der Übung? Wie hat es sich angefühlt, sich mit den Ereignissen aus der Zukunft zu beschäftigen?</li>



<li>Welche Ereignisse haben euch besonders angesprochen oder irritiert? Inwiefern?</li>



<li>Welche Schritte erschienen euch einfach, welche schwierig? Was sind für euch die Gründe dafür?</li>



<li>Was sind aus eurer Sicht die größten Hindernisse auf dem Weg zu einer nachhaltigen und global sozial gerechten Gestaltung von Digitalisierung?</li>



<li>Was braucht es, damit die Schritte einfacher werden?</li>



<li>Welche Beispiele oder Ansätze kennt ihr, die auch heute schon dazu beitragen, digitale Technik nachhaltiger und/oder gerechter zu gestalten?</li>
</ul>



<p>Die Antworten zu den letzten drei Fragen können von der anleitenden Person auch für alle sichtbar mitgeschrieben werden.</p>



<p><strong>Varianten</strong></p>



<p>Als zusätzliche letzte Aufgabe können die TN auch eingeladen werden, für sich zu überlegen, was für sie selbst erste Schritte sein könnten, um digitale Technik nachhaltiger zu nutzen oder sich für eine Veränderung einzusetzen.</p>



<p>Dazu überlegen sie und schreiben auf, was ihnen dabei hilft, diese ersten Schritte umzusetzen.</p>



<p>Das können sie auf eine Moderationskarte als eigene „Ereigniskarte“ schreiben und mitnehmen. Optional werden die eigenen Ereigniskarten – sofern das vorab angekündigt wurde – in der Großgruppe oder in Kleingruppen vorgestellt.</p>



<p><strong>Tipps und Hinweise für Anleitende</strong></p>



<p>Bei dieser Methode ist es wichtig, darauf zu achten, dass die TN nicht bei individuellen Handlungsmöglichkeiten stehen bleiben, sondern in der Auswertung auch besprochen wird, was auf politischer und gesellschaftlicher Ebene getan werden kann. Dabei spielen gesellschaftliche und wirtschaftliche Machtverhältnisse eine wichtige Rolle: Nicht für alle ist es gleichermaßen einfach oder möglich, sich gesellschaftlich zu engagieren. Große Techunternehmen sind real sehr mächtig und es ist schwierig, ihnen etwas entgegenzusetzen. Wir halten es für wichtig, diese beiden Aspekte zu berücksichtigen: Ohnmachtsgefühle ernst zu nehmen und dennoch Handlungsspielräume zu erkunden.</p>



<p>Wenn es den TN schwerfällt, die Fragen zu den Ereignissen in den Kleingruppen zu bearbeiten, kann die anleitende Person unterstützen. Oder es werden vor der Kleingruppenphase beispielhaft ein/zwei Ereignisse in der Großgruppe besprochen.</p>



<p><strong>Möglichkeiten zur Weiterarbeit</strong></p>



<p>Mit der Methode „Eine andere Welt im Bau – Porträts von Gegenbewegungen und Alternativen im digitalisierten Kapitalismus“ können TN dazu weiterarbeiten, welche alternativen Anwendungen sie nutzen können und welche konkreten zivilgesellschaftlichen Akteur*innen es schon gibt, die sich für eine sozial-ökologische Gestaltung und Nutzung von digitaler Technik einsetzen.</p>



<p></p>



<p><strong>Quellen und Weiterführendes</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Whose Knowledge?; African Women‘s Development and Communications Network (2024) (Hrsg): Report – Decolonizing the Internet. East Africa podcast e-zine.<br><a href="https://whoseknowledge.org/wp-content/uploads/2024/03/FINAL_DTI-EA-podcast-e-zine.pdf">https://whoseknowledge.org/wp-content/uploads/2024/03/FINAL_DTI-EA-podcast-e-zine.pdf</a></li>



<li>Bits &amp; Bäume (2022): Digitalisierung zukunftsfähig und nachhaltig gestalten. Politische Forderungen der Bits &amp; Bäume. <a href="https://bits-und-baeume.org/konferenz-2022/forderungen/">https://bits-und-baeume.org/konferenz-2022/forderungen/</a></li>



<li>Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V. (Hrsg.) (2020): Zukunft für alle. Eine Vision für 2048: gerecht. ökologisch. machbar. München, Oekom. https://zukunftfueralle.jetzt/buch-zum-kongress/</li>
</ul>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Klimagerechtigkeit jetzt!</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/klimagerechtigkeit-jetzt/</link>
					<comments>https://endlich-wachstum.de/method/klimagerechtigkeit-jetzt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Caro Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2024 13:24:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Teilnehmende (TN) setzen sich mit politischen Maßnahmen für Klimagerechtigkeit in verschiedenen Bereichen auseinander.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Teilnehmende (TN) setzen sich mit politischen Maßnahmen für Klimagerechtigkeit in verschiedenen Bereichen auseinander.</p>



<p><strong>Arbeitsmaterial zum Download</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Buch: Konzeptwerk neue Ökonomie (2023): Bausteine für Klimagerechtigkeit: 8 Maßnahmen für eine solidarische Zukunft. Oekom. <a href="http://www.oekom.de/buch/bausteine-fuer-klimagerechtigkeit-9783987260735">www.oekom.de/buch/bausteine-fuer-klimagerechtigkeit-9783987260735</a> (in mehrfacher Ausgabe oder Kopien daraus).</li>



<li>Zu den Dossiers: <a href="https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/bausteine-fuer-klimagerechtigkeit/">https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/bausteine-fuer-klimagerechtigkeit/</a></li>



<li>Zum Drucken: Eine Übersicht der einzelnen Bausteine</li>
</ul>



<p><strong>Lernziele</strong></p>



<p>Die TN …</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>erweitern ihren Blick auf die sozial-ökologische Transformation.</li>



<li>lernen Forderungen für politische Maßnahmen kennen, um Klimagerechtigkeit zu stärken.</li>



<li>bekommen einen Überblick über die verschiedenen gesellschaftlichen Bereiche, in denen Klimagerechtigkeit gestärkt werden kann.</li>
</ul>



<p><strong>Ablauf</strong></p>



<p>Hintergrund</p>



<p>Für eine klimagerechte Gesellschaft ist eine grundlegende Veränderung von Wirtschaft und Gesellschaft im Globalen Norden notwendig. Diese Methode bietet einen ganzheitlichen Ansatz zum Umgang mit der Klimakrise an. Sie versteht die Klimakrise als eine Folge vielschichtiger sozialer und ökologischer Schieflagen. Die TN lernen politische Maßnahmen kennen, die auf strukturelle Veränderungen im Sinne eines global gerechten sozial-ökologischen Wandels abzielen (siehe auch Tipps für Anleitende).</p>



<p>Die Maßnahmen …</p>



<p>… zielen auf strukturelle Veränderungen unseres wachstums-, profitorientierten und globalisierten Wirtschaftssystems ab. Denn nur Maßnahmen, die mit diesen Prinzipien und Ungleichheit brechen, machen unsere Gesellschaft wirklich gerechter, demokratischer, nachhaltiger und resilienter gegenüber Krisen.</p>



<p>… fokussieren gesellschaftliche statt technische Innovationen. Sie tragen dazu bei, die große Leerstelle im aktuellen politischen Kurs der ökologischen Modernisierung zu füllen, der Klimapolitik auf technische Lösungen verengt und keine Antworten auf soziale Fragen gibt – für eine sozial-ökologische Transformation jenseits von Preismechanismen und technischen Innovationen.</p>



<p>… stellen konkret machbare nächste Schritte dar, für die es eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz und damit eine realistische Umsetzungsperspektive gibt. Sie zeigen auf, welche verschiedenen gesellschaftlichen Kräfte sich bereits für die Maßnahmen einsetzen oder potenziell gewinnen lassen und formulieren Strategien für die gesellschaftliche Durchsetzung dieser im Rahmen zivilgesellschaftlicher Bündnisse.</p>



<p>Vorbereitung</p>



<p>Im Raum werden acht Flipcharts mit Gegenständen und Stiften ausgelegt. Folgende Gegenstände werden jeweils auf ein Flipchart platziert (alternativ können die Gegenstände auch gemalt werden):</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><em>Wohnraum</em>: z. B. Türklinke/Schlüssel</li>



<li><em>Autofreie Städte</em>: z. B. Spielzeugauto/Fahrrad</li>



<li><em>Energiepreise</em>: z. B. Batterien</li>



<li><em>Arbeitszeitverkürzung</em>: z. B. Taschenuhr</li>



<li><em>Bodenpolitik</em>: z. B. Kartoffel</li>



<li><em>Steuerpolitik</em>: z. B. Geldmünzen und -scheine</li>



<li><em>Klimaschulden und Reparationen</em>: z. B. Schmuck aus Gold oder Silber, Tabak</li>



<li><em>Grundeinkommen und soziale Garantien</em>: z. B. einen Freischein für Essen/Wohnen/Gesundheit aus Papier basteln</li>
</ul>



<p>Zusätzlich werden die einzelnen Bausteine vorbereitet. Dazu wird das Dokument mit den Infos zu den einzelnen Bausteinen gedruckt (siehe Arbeitsmaterial) und die entsprechenden Seiten aus dem Buch zur Verfügung gestellt.</p>



<p>Die Reflexionsfragen (siehe Schritt 5 unter „Durchführung“) werden auf einem Flipchart visualisiert.</p>



<p>Durchführung</p>



<p>1. Einleitung (5 Minuten)</p>



<p>Die anleitende Person erklärt den groben Ablauf der Methode und setzt die ausgelegten Flipcharts und Gegenstände in einen Klimagerechtigkeitskontext. Die einzelnen Bereiche (Wohnraum, autofreie Städte etc.) werden zu Anfang nicht genannt.</p>



<p>2. Assoziationsübung (10-15 Minuten)</p>



<p>Die TN laufen nun durch den Raum und schauen sich die Gegenstände auf den Flipcharts an. Sie können ihre Assoziationen im Bezug auf Klimagerechtigkeit auf den Flipcharts festhalten – in Schrift oder Bild. Hier ist es gut, zu betonen, dass es um freies Assoziieren geht und alle Assoziationen willkommen sind.</p>



<p>3. Zwischenauswertung (15-20 Minuten)</p>



<p>Nachdem die TN ihre Assoziationen auf den Flipcharts gesammelt haben, trifft sich die Gruppe im Kreis wieder, und der weitere Ablauf der Methode wird erläutert. Die anleitende Person stellt das Buch „Bausteine für Klimagerechtigkeit“ kurz vor und erklärt, dass die vorgestellten Themenbereiche in dem Buch als Bausteine/Stellschrauben für mehr Klimagerechtigkeit im Sinne der sozial-ökologischen Transformation zu verstehen sind. Sie betont, dass das Buch nicht alle Bausteine abbildet und es auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen wichtige Stellschrauben auf dem Weg zu mehr Klimagerechtigkeit gibt (siehe auch Tipps für Anleitende).</p>



<p>Vor diesem Hintergrund wird nun gemeinsam auf die Plakate mit den Assoziationen geschaut. Ein Baustein aus dem Buch wird jeweils genannt und zu dem entsprechenden Plakat gelegt. Im Anschluss können die TN offene Fragen oder Gedanken mit der Großgruppe teilen, bevor es dann mehr Raum zum Diskutieren in den Kleingruppen gibt.</p>



<p>4. Kleingruppeneinteilung (5 Minuten)</p>



<p>Die TN ordnen sich nun einem Baustein zu, mit dem sie sich näher beschäftigen wollen. Dabei entstehen Kleingruppen, die zwischen 2 und 5 Personen groß sein können. Es muss nicht zu jedem Baustein gearbeitet werden und es darf auch zu Bausteinen gearbeitet werden, die nicht in dem Buch vorkommen. Die anleitende Person erklärt, was in den Kleingruppen passiert und wann sich alle in der Großgruppe wiedertreffen (ca. 40-50 Minuten später), wobei ca. die ersten 20 Minuten zum Lesen eingeplant werden sollen. Das Flipchart mit den Reflexionsfragen wird sichtbar für alle aufgestellt.</p>



<p>5. Kleingruppenphase (45-50 Minuten)</p>



<p>Die TN treffen sich zunächst in den Kleingruppen, um den jeweiligen Text zu lesen. Die Seitenzahlen auf den einzelnen Bausteinen dienen lediglich als eine grobe Orientierungshilfe und es muss nicht alles gelesen werden. Je nach Bedarf der TN kann das Lesen kollektiv oder in Einzelarbeit passieren. Im Anschluss werden Verständnisfragen geklärt.</p>



<p>Die TN kommen in den Kleingruppen über folgende Fragen ins Gespräch:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Was wird im Text beschrieben?</li>



<li>Was finde ich sinnvoll?</li>



<li>Wie hängt der Text mit Klimagerechtigkeit zusammen?</li>



<li>Welche (weiteren) Maßnahmen fallen mir ein, die Klimagerechtigkeit stärken können?</li>
</ul>



<p>Die Fragen sind im Raum gut sichtbar.</p>



<p>6. Auswertung (15-20 Minuten)</p>



<p>Nach dem Gespräch in den Kleingruppen treffen sich alle in der Großgruppe wieder. Nun haben die TN, Zeit zu teilen, worüber sie in den Kleingruppen geredet haben und was ihnen aus dem Gespräch oder aus den Bausteinen besonders hängen geblieben ist oder welche Fragen sich daraus ergeben haben.</p>



<p><strong>Tipps und Hinweise für Anleitende</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nach der Assoziationsübung (Schritt 2) und in der Überleitung zu den Bausteinen für Klimagerechtigkeit ist es wichtig, die Beiträge der TN wertzuschätzen, um Frustration der TN zu vermeiden. Eine Wertschätzung kann z.&nbsp;B. durch ein Vorlesen der gesammelten Assoziationen geschehen und durch die Betonung, dass alle Assoziationen und Ideen wichtig sind. Daraus ergeben sich viele Themenfelder, von denen nur manche im weiteren Verlauf der Methode Platz finden werden.</li>



<li>Im Verlauf der Methode ist es wichtig, hervorzuheben, dass Wandel auf unterschiedlichen Ebenen stattfindet. In dieser Methode geht es explizit um politische Maßnahmen, die im Zusammenspiel mit anderen Ebenen des Wandels bekräftigt werden können. Mehr zu dem Thema findet sich im Hintergrundtext der Methode „3 Strategien des Wandels“.</li>
</ul>
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		<title>Utopie und ich</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/utopie-und-ich/</link>
					<comments>https://endlich-wachstum.de/method/utopie-und-ich/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Caro Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 08:41:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Diese Methode eignet sich gut als Einstieg in das Thema „Utopien“. Teilnehmende haben die Möglichkeit über Utopien ins Gespräch zu kommen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Diese Methode eignet sich gut als Einstiegs-Methode in das Thema „Utopien“. Teilnehmende (TN) haben die Möglichkeit mit mehreren anderen TN über Utopien ins Gespräch zu kommen.</p>



<p><strong>Lernziele</strong></p>



<p>Die TN…</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>erhalten einen spielerischen Zugang zu Fragen rund um Utopien.</li>



<li>finden einen ersten Zugang zum Thema Utopien über ihre eigenen und über die<br>Gedanken der Gruppe.</li>



<li>gewinnen einen Eindruck von Utopien als ein weites und komplexes Thema, mit dem viele Aspekte und Fragen verbunden sind.</li>
</ul>



<p><strong>Ablauf</strong></p>



<p>Hintergrund</p>



<p>Wir haben uns unterschiedlich viel oder noch nicht mit dem Thema Utopien auseinandergesetzt. Auch unsere Vorstellung von Utopie oder Zukunftsvisionen können sehr unterschiedlich sein. Bei dieser Methode geht es darum, dass TN ihre ersten Gedanken zu Utopien miteinander teilen. Es geht dabei nicht um richtig oder falsch. Vielmehr geht es um einen ersten Austausch zum Thema.</p>



<p>Vorbereitung</p>



<p>Für die Methode braucht es vor allem Raum zum Laufen. Dafür können gegebenenfalls Stühle beiseite gestellt werden, oder die Gruppe trifft sich draußen. Folgende Fragen (+ Auswertungsfragen) können auf einem Flipchart visualisiert werden und nach und nach aufgedeckt werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Inwiefern hast du dich bereits mit Utopien beschäftigt?</li>



<li>Was verstehst du unter Utopie oder welche Assoziationen hast du damit?</li>



<li>Vervollständige folgende Sätze
<ul class="wp-block-list">
<li>In meiner Utopie…</li>



<li>Utopien helfen mir (nicht) …</li>



<li>Ich denke, wir brauchen in der Gesellschaft (nicht) mehr Utopien, weil…</li>
</ul>
</li>
</ul>



<p>Durchführung</p>



<p>1. Einführung (2 Minuten)</p>



<p>Die anleitende Person stellt den Hintergrund der Methode vor und ergänzt, dass es okay ist, wenn Menschen sich noch nicht oder kaum mit Utopien beschäftigt haben. Durch einen Austausch untereinander können TN neue Eindrücke gewinnen und voneinander neue Perspektiven kennenlernen. Auch die Erkenntnis, dass andere genau so wenig Ahnung von Utopien haben, ist eine Erkenntnis.</p>



<p>2. Raumlauf (2 Minuten)</p>



<p>Die TN gehen kreuz und quer durch den Raum. Die anleitende Person kann während des Umherlaufens unterschiedliche Impulse geben, um den TN ein Ankommen im eigenen Körper, im Raum und in der Gruppe zu erleichtern:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Blick senken und den eigenen Körper wahrnehmen</li>



<li>Auf den eigenen Atem achten, ohne ihn verändern zu wollen</li>



<li>Den Boden beim Laufen unter den Füßen spüren</li>



<li>Erfühlen, welche unterschiedlichen Muskeln beim Laufen angespannt werden und welche Muskeln entspannen können</li>



<li>Mit gesenktem Blick ein Gefühl für den Raum kriegen und wie sich Andere im Raum bewegen</li>



<li>Den Blick beim Laufen umherschweifen lassen und wahrnehmen, aus welchem Material die Umgebung geschaffen ist</li>



<li>Wahrnehmen, welche Gedanken gerade durch den Kopf gehen</li>



<li>Wahrnehmen, ob bzw. was sich im Körper nach einem Gespräch verändert hat</li>
</ul>



<p>3. Erster Austausch (2 Minuten)</p>



<p>Die anleitende Person gibt ein Signal und die TN finden sich zu zweit zusammen. Dabei sollen die TN darauf achten, mit einer Person ins Gespräch zu kommen, mit der sie bisher wenig Kontakt hatten. Die TN haben nun insgesamt zwei Minuten Zeit, um sich über die erste Frage „Inwiefern hast du dich bereits mit Utopien beschäftigt?“ auszutauschen.</p>



<p>4. Weiterer Austausch (15-20 Minuten)</p>



<p>Ein erneutes Signal weist auf das Ende der zwei Minuten hin. Die TN bedanken sich für den kurzen Austausch und gehen weiter durch den Raum. Die Schritte 2. und 3. wiederholen sich, bis alle Fragen gestellt wurden.</p>



<p>5. Körper-Check-Out (2 Minuten)</p>



<p>Nach der letzten Frage haben TN erneut Zeit, um umher zu laufen. In dieser Phase kann Die anleitende Person den Impuls geben, auf die eigenen Gedanken zu achten und wahrzunehmen, ob bzw. was sich im Körper nach den Gesprächen verändert hat.</p>



<p>6. Auswertung (5-15 Minuten)</p>



<p>Popcorn im Plenum: Die Gruppe trifft sich in einem Kreis wieder. Die untenstehenden Fragen können als Reflexionsfragen dienen. Es geht dabei nicht darum, dass alle Fragen von den TN beantwortet werden. Vielmehr gibt der Raum die Möglichkeit, abschließende Gedanken mit der Gruppe zu teilen. Wer dazu etwas sagen möchte, sagt etwas – alles kann, nichts muss!</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie erging es euch bei der Übung?</li>



<li>Habt ihr Gedanken zu Utopien, die ihr gerne mit allen teilen möchtet?</li>



<li>Gibt es vielleicht neue Gedanken, die durch die Gespräche entstanden sind?</li>
</ul>



<p><strong>Varianten</strong></p>



<p>Das Umherlaufen zwischen den Zweiergesprächen kann weggelassen werden. Stattdessen kann die Gruppe zu Anfang in zwei geteilt werden. Die eine Hälfte bildet einen engen Kreis, bei dem die Gesichter nach außen gerichtet sind. Die andere Hälfte bildet einen größeren Kreis und richtet ihre Gesichter nach innen, sodass sich jeweils eine Person aus dem inneren und äußeren Kreis gegenüber steht. Die erste Frage wird gestellt und die TN kommen miteinander ins Gespräch. Beim Signal bewegt sich der äußere Kreis um eine Person weiter, sodass alle ein neues Gegenüber für die nächste Frage haben.</p>



<p>Bei dieser Variante geht es nur um einen inhaltlichen Austausch. Das Ankommen im Körper, im Raum und mit anderen TN fällt dabei weg. Diese Variante ist zeitsparend.</p>



<p><strong>Tipps und Hinweise für Anleitende</strong></p>



<p>Anleitende sollten darauf achten, dass es eine gerade Anzahl an TN gibt, bevor sich die TN zu zweit zusammen finden sollen. Als einzelne Person übrig zu bleiben, kann ein unangenehmes Gefühl sein. Bei einer ungeraden Anzahl an TN, kann eine Person aus dem Team teilnehmen. Alternativ wird den TN mitgeteilt, dass es eine Dreiergruppe geben wird und alle mit darauf achten, dass alle ein Gesprächsgegenüber haben.</p>



<p><strong><strong>Methode erstellt in Kooperation mit: </strong></strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="482" height="303" src="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/radixlogo-7.png" alt="" class="wp-image-6252" style="width:139px;height:auto" srcset="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/radixlogo-7.png 482w, https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/radixlogo-7-300x189.png 300w" sizes="(max-width: 482px) 100vw, 482px" /></figure>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="225" src="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/DE_Co-fundedbytheEU_RGB_POS-5-1024x225.png" alt="" class="wp-image-6256" style="width:216px;height:auto" srcset="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/DE_Co-fundedbytheEU_RGB_POS-5-1024x225.png 1024w, https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/DE_Co-fundedbytheEU_RGB_POS-5-300x66.png 300w, https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/DE_Co-fundedbytheEU_RGB_POS-5-768x169.png 768w, https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/DE_Co-fundedbytheEU_RGB_POS-5-1536x337.png 1536w, https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/DE_Co-fundedbytheEU_RGB_POS-5-2048x450.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="has-small-font-size">Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.</p>



<p></p>
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		<title>Der*die perfekte Aktivist*in</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/perfekter-aktivistin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Caro Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 08:26:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Teilnehmende reflektieren über (unrealistische und nicht hilfreiche) Idealvorstellungen von und Ansprüche an Aktive im Engagement für globale Gerechtigkeit.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Teilnehmenden (TN)…</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>erkennen Widersprüchlichkeit und Unerreichbarkeit von (eigenen) Anforderungen, die oft unausgesprochen bleiben.</li>



<li>hinterfragen Annahmen über versteckte Hierarchien hinsichtlich Wissen, Fähigkeiten, Unverletzbarkeit usw.</li>



<li>fühlen sich bestärkt, sich langfristig für eine sozial-ökologische und global gerechte Welt einzusetzen.</li>
</ul>



<p><strong>Ablauf</strong></p>



<p>Hintergrund</p>



<p>Die Übung „Der*die perfekte Aktivist*in“ kommt aus den Themen Nachhaltiger Aktivismus und individuelle/kollektive Resilienz (Widerstands- und Erholungsfähigkeit in Krisen). Menschen, die sich für einen sozial-ökologischen Wandel und globale Gerechtigkeit einsetzen, sind konstant mit den multiplen Krisen dieser Welt in Kontakt und tragen oft hohe Ansprüche an sich selbst und andere mit sich.</p>



<p>Vorbereitung</p>



<p>Es wird ein Flipchart mit einem Strichmenschen darauf in der Mitte der TN platziert.</p>



<p>Durchführung</p>



<p>1. Einleitung (3 Minuten)</p>



<p>Die anleitende Person formuliert einleitende Worte, z.B.:</p>



<p>„Wir machen jetzt eine Übung, um uns damit zu beschäftigen, welche Erwartungen ihr eigentlich an euch selbst und andere im Kontext des eigenen Engagements habt. Ihr kennt vielleicht das Gefühl, dass es in eurem Umfeld Aktive gibt, die einfach alles richtig machen, oder jedenfalls „besser als ich“. Das wollen wir hier spielerisch offenlegen und aussprechen.</p>



<p>2. Reflexion (2 Minuten)</p>



<p>Die TN sitzen im Kreis und das Flipchart mit dem aufgemalten Strichmenschen liegt in der Mitte. Die anleitende Person stellt einleitende Fragen und lädt die TN dazu ein, diese 2 Minuten alleine auf sich wirken zu lassen.</p>



<p>Beispielfragen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Was kann die*der perfekte Aktivist*in?</li>



<li>Was macht sie?</li>



<li>Woher kommt die Person?</li>



<li>Wovon und wofür lebt sie?</li>



<li>Wie ist der Alltag der Person?“</li>



<li>Wie geht es der Person?</li>



<li>Was braucht sie?</li>
</ul>



<p>Diese Fragen können je nach Tätigkeitsbereich/Engagement angepasst und erweitert werden.</p>



<p>3. Assoziationsübung (10 Minuen)</p>



<p>Die TN können frei assoziieren und ihre Gedanken in die Runde werfen, was alles Ansprüche eine*r perfekte*n Aktivist*in sind. Die anleitende Person schreibt die Begriffe um den Strichmenschen herum auf das Flipchart. Einander widersprechende Assoziationen werden dabei ebenfalls aufgeschrieben.</p>



<p>Je nach Entwicklung der Assoziationen können die anleitenden Personen auch bewusst auf Widersprüche zwischen den einzelnen Assoziationen hinweisen, bzw. weitere solche einladen, Fragen zu noch ungenannten Bereichen stellen, etc.</p>



<p>4. Auswertung (10 Minuten)</p>



<p>Zur Auswertung in der Großgruppe eignen sich folgende Fragen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gefühle einladen: Was haben diese Ansprüche in euch ausgelöst?</li>



<li>Wo fallen euch Widersprüche auf?</li>



<li>Ist das überhaupt erfüllbar?</li>



<li>Welche Systeme/Denkmuster erkennt ihr in diesen Ansprüchen Systeme/Denkmuster, die ihr eigentlich kritisieren, verändern oder abschaffen wollt? (z.B. Leistungsdenken, Konkurrenz, etc.)</li>



<li>Die Ansprüche abstreifen: Einladen zum Körper ausschütteln oder abstreifen.</li>
</ul>



<p><strong>Varianten</strong></p>



<p>Nach dem gemeinsamen Sammeln der Begriffe auf dem Flipchart gehen die TN in eine Einzelarbeit, in der sie entweder 10 Minuten freewriten (in einem Schreibfluss bleiben) oder malen. Folgende Fragen werden den TN mitgegeben:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>wo erkenne ich diese Ansprüchen in mir?</li>



<li>welche Anforderungen davon erlebe ich als Stress?</li>



<li>was wünsche ich mir von Menschen in meinem Umfeld in stressigen Situationen/Phasen?</li>
</ul>



<p>Nach den 10 Minuten Einzelarbeit gehen die TN in einen 10-15 minütigen Kleingruppen-Austausch über ihre Erfahrungen. Diese werden nicht mehr in der Großgruppe geteilt.</p>



<p><strong>Durchführung Digital</strong></p>



<p>Es braucht ein Online Tool, indem auf einer Präsentationsfolie ein aufgemalter Strichmensch oder ein Kopf einer Person dargestellt ist. Die assoziierten Begriffe der TN werden in den Chat geschrieben und von der anleitenden Person laut vorgelesen.</p>



<p><strong>Tipps und Hinweise für Anleitende</strong></p>



<p>Bei mehreren anleitenden Personen: Es hat sich bewährt, das ein*e Anleitende moderiert, während der*die andere Anleitende die genannten Assoziationen der TN mitschreibt.</p>



<p>Die Methode ermöglicht eine Reflexion darüber, wie unerreichbar, stressauslösend und oft widersprüchlich die Ansprüche sein können. Sie ermöglicht den TN einen Zugang zum Thema Resilienz und lädt TN zum Sprechen ein. Darüber hinaus stößt sie ein „Verlernen“ von eigenen Ansprüchen an, sowohl individuell als auch auf Gruppen- bzw. kollektiver Ebene.</p>



<p>Die Methode ist in diversen Tätigkeitsfeldern anwendbar, z.B. Freiwilligendienste, Bildungsarbeit, Rollenfragen in Gruppen, etc.</p>



<p>Gebt den TN Zeit, sich in die jeweiligen Ansprüche hinein zu fühlen. Dazu können je nach Kontext noch weitere Fragen zum*zur perfekte*n Aktivist*in in den Raum gegeben werden.<br>z.B.: „Was für Kleidung trägt die Person? Wie ernährt sie sich? Woher kommt ihr Wissen? Wie verhält die Person sich gegenüber anderen?“<br>Die Fragen und Antworten können überspitzt sein. Wichtig ist es, die aufgekommenen Ansprüche danach zu entmystifizieren und in einem Realitätscheck zu merken, dass sie gar nicht unser gemeinsames Ziel sind, dass sie auch ohnehin unerfüllbar und wahrscheinlich in sich widersprüchlich sind. Oft kann es etwas dauern, bis TN realisieren, dass es darum geht, die genannten Ansprüche in Frage zu stellen. Wenn dadurch z.B. ein merklicher Moment der Erleichterung in der Gruppe passiert, kann es sinnvoll sein, das in der Reflexion auch zu benennen und zu thematisieren.</p>



<p><strong>Methode erstellt in Kooperation mit: </strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img decoding="async" width="482" height="303" src="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/radixlogo-6.png" alt="" class="wp-image-6245" style="width:143px;height:auto" srcset="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/radixlogo-6.png 482w, https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/radixlogo-6-300x189.png 300w" sizes="(max-width: 482px) 100vw, 482px" /></figure>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="225" src="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/DE_Co-fundedbytheEU_RGB_POS-4-1024x225.png" alt="" class="wp-image-6248" style="width:257px;height:auto" srcset="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/DE_Co-fundedbytheEU_RGB_POS-4-1024x225.png 1024w, https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/DE_Co-fundedbytheEU_RGB_POS-4-300x66.png 300w, https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/DE_Co-fundedbytheEU_RGB_POS-4-768x169.png 768w, https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/DE_Co-fundedbytheEU_RGB_POS-4-1536x337.png 1536w, https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/DE_Co-fundedbytheEU_RGB_POS-4-2048x450.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="has-small-font-size">Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.</p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wertebarometer</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/wertebarometer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Caro Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 07:48:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In dieser Übung, setzen sich Teilnehmende (TN) mit gesellschaftlichen Werten auseinander und kommen ins Gespräch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In dieser Übung, setzen sich Teilnehmende (TN) mit gesellschaftlichen Werten auseinander und kommen ins Gespräch dazu.</p>



<p><strong>Lernziele</strong></p>



<p>Die TN…</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>erhalten einen spielerischen Zugang zu Fragen rund um gesellschaftliche Werte.</li>



<li>reflektieren ihre eigenen Bedürfnisse und Werte innerhalb der Gesellschaft.</li>



<li>erproben »utopisches Denken«.<br><br></li>
</ul>



<p><strong>Ablauf</strong></p>



<p>Hintergrund</p>



<p>Wir alle haben eine Vorstellung davon, was uns für ein Zusammenleben in einer Gesellschaft wichtig ist. Dies ist basiert auf unseren ganz persönlichen Wertevorstellungen, also unseren Überzeugungen, nach denen wir leben und handeln (wollen). Die TN kommen ins Gespräch darüber, wie eine Welt aussehen könnte, wenn einzelne Werte mehr ins Zentrum der Gesellschaft rücken würden.</p>



<p>Vorbereitung</p>



<p>Im Raum werden die Karten mit den Werten &amp; Kurzerklärung des jeweiligen Wertes verteilt. Zusätzlich werden 3-6 weitere leere DINA4-Blätter &amp; Eddings im Raum verteilt. Auf jedes Blatt wird ein Glas gestellt. Die Gläser sollten alle dieselbe Form und Größe haben. Die Frage „Was ist uns wichtig für eine utopische Gesellschaft?“ kann im Raum aufgehängt werden.</p>



<p>Durchführung</p>



<p>1. Einführung (10-15 Minuten)</p>



<p>Nachdem die anleitende Person den Ablauf und den Hintergrund der Methode vorgestellt hat, können die TN durch den Raum laufen und sich die einzelnen Wertekarten anschauen. Wenn TN noch für sie wichtige Werte vermissen, können sie eigene Werte mit den Eddings auf die leeren Papiere schreiben. Bei Bedarf kann die anleitende Person noch weiteres Papier dazulegen.</p>



<p>2. Werte gewichten (5-10 Minuten)</p>



<p>Die anleitende Person stellt die Frage in den Raum: „Was ist uns wichtig für eine utopische Gesellschaft?“ Jede*r TN bekommt eine Handvoll Maiskörner. Je nachdem, welche Werte sie wie wichtig finden, verteilen sie ihre Maiskörner auf die entsprechenden Gläser. Sobald ein*e TN alle Maiskörner verteilt hat, setzt sich die Person wieder auf ihren Platz.</p>



<p>3. Blick auf das Ergebnis (5-10 Minuten)</p>



<p>Nachdem alle TN ihre Maiskörner verteilt haben, wird gemeinsam ein Blick auf die gefüllten Gläser geworfen. Dazu liest die anleitende Person nacheinander alle Werte vor und hält das entsprechende Glas für alle sichtbar in die Höhe. Die Gläser unterschiedlicher Fülle lassen erkennen, dass wir sowohl individuell als auch als Gruppe, einzelne Werte unterschiedlich gewichten. Wie diese Gewichtung ausfällt, kann von Mensch zu Mensch, von Gruppe zu Gruppe und von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich sein. Was die entsprechende Gewichtung innerhalb der Gruppe bedeutet, kann gemeinsam in der Auswertung reflektiert werden.</p>



<p>4. Gruppenfindung (5-10 Minuten)</p>



<p>Die Auswertung findet in Kleingruppen (KGs) statt. Dazu überlegt sich jede*r TN, zu welchem Wert die Person gerne weiterarbeiten möchte und stellt sich entsprechend zu der Wertkarte. So sollen KGs von etwa vier Personen entstehen. Ggf. kann die anleitende Person nochmal eine große Gruppe zu einem Wert unterteilen. Es ist nicht schlimm, wenn nicht zu jedem Wert eine KG entsteht.</p>



<p>5. Kleingruppenphase (20-30 Minuten)</p>



<p>Die Kleingruppen suchen sich einen Platz und kommen zu folgenden Fragen ins Gespräch (als Download):</p>



<ul class="wp-block-list">
<li> Wie ging es euch beim Verteilen der Maiskörner?</li>



<li>Überrascht euch etwas am Ergebnis?</li>



<li> Welche Gründe seht ihr hinter dem Ergebnis? Denkt ihr, das Ergebnis wäre in einem anderen Kontext/zu einer anderen Zeit ein anderes?</li>



<li>Wie würde eine Gesellschaft aussehen, wenn dieser Wert im Zentrum stehen würde? Was wäre anders als jetzt?</li>
</ul>



<p>6. Auswertung im Plenum (5-10 Minuten)</p>



<p>Zum Ende, kommen alle in der großen Gruppe für abschließende Gedanken oder offene Fragen zusammen.</p>



<p><strong>Varianten</strong></p>



<p>Falls nicht genug Gläser der gleichen Form und Größe zur Hand sind, können die Körner alternativ auf ein separates leeres Blatt gelegt werden.</p>



<p>Statt Maiskörnern, kann auch etwas Ähnliches verwendet werden, z.B. Linsen, Reis oder auch Wasser.</p>



<p><strong>Tipps und Hinweise für Anleitende</strong></p>



<p>Bei dieser Methode, ist es wichtig darauf zu achten, einen Raum zu schaffen, in dem unterschiedliche Perspektiven auf einzelne Werte nebeneinander da sein dürfen. Es geht nicht darum, einzelne Werte über andere zu stellen. Vielmehr geht es darum, sich der eigenen Wertevorstellungen bewusst zu werden, diese in einen größeren Kontext einzuordnen und darüber ins Gespräch zu kommen, was dies gesellschaftlich bedeutet.</p>



<p><strong>Quellen und Weiterführendes:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kuhnhenn, K. / Pinnow, A. / Schmelzer, M. / Treu, N. / Konzeptwerk neue Ökonomie e.V. (2020): Zukunft für alle – Eine Vision für 2048: gerecht. ökologisch. Machbar, Oekom Verlag.</li>
</ul>



<p><strong><strong>Methode erstellt in Kooperation mit: </strong></strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="482" height="303" src="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/radixlogo-7.png" alt="" class="wp-image-6252" style="width:139px;height:auto" srcset="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/radixlogo-7.png 482w, https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2024/09/radixlogo-7-300x189.png 300w" sizes="auto, (max-width: 482px) 100vw, 482px" /></figure>



<p></p>



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<p class="has-small-font-size">Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.</p>
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		<title>3 Strategien für den Wandel</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/3-strategien-fuer-den-wandel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Caro Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Sep 2024 12:42:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Teilnehmenden (TN) ordnen konkrete Handlungsmöglichkeiten drei verschiedenen Strategien des Wandels zu und tauschen sich darüber aus. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Teilnehmenden (TN) ordnen konkrete Handlungsmöglichkeiten drei verschiedenen Strategien des Wandels zu und tauschen sich darüber aus.</p>



<p><strong>Lernziele</strong></p>



<p>Die TN …</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>entwickeln ein (tieferes) Verständnis der komplexen Prozesse gesellschaftlichen Wandels.</li>



<li>erweitern ihren Blick auf vielfältige Handlungsmöglichkeiten für einen sozial-ökologischen Wandel in Deutschland und weltweit.</li>



<li>erkennen eigene Handlungsmöglichkeiten und sind motiviert, aktiv zu werden.</li>



<li>reflektieren über den Zusammenhang von Handlungsstrategien in Deutschland und globaler Gerechtigkeit.</li>
</ul>



<p><strong>Ablau</strong><strong>f</strong></p>



<p>Vorbereitung</p>



<p>Die anleitende Person liest den Hintergrundtext und die Definitionen der drei Strategien für den Wandel.</p>



<p>Die Definitionen der Strategien sowie die Handlungskärtchen (siehe Material zum Download) werden ausgedruckt. Für jede Kleingruppe braucht es einen vollständigen Satz der Handlungskärtchen.</p>



<p><strong>Durchführung</strong></p>



<p>1. Einführung (10 Minuten)</p>



<p>Die anleitende Person leitet in das Thema der Methode ein. Folgender Einführungstext kann dafür genutzt werden und ggf. mit Informationen aus dem Hintergrundtext ergänzt werden.</p>



<p>„Nun beschäftigen wir uns mit verschiedenen Möglichkeiten, wie der Wandel hin zu einer nachhaltigen, gerechten Gesellschaft vorangetrieben werden kann. Viele Menschen und Organisationen machen sich schon lange Gedanken darüber, welche Strategien sie verfolgen können, um sich für ein Gutes Leben für alle einzusetzen. Dabei gibt es nicht selten Diskussionen darüber, welche „die beste“ oder „die wirksamste“ Strategie ist. Gleichzeitig gibt es viele Menschen, die sich angesichts der Klimakrise und globaler Ungerechtigkeit überfordert und orientierungslos fühlen und nicht wissen, was sie selbst tun können. In dieser Methode werden wir eine bunte Palette an bestehenden Handlungsmöglichkeiten kennenlernen und strategisch einordnen.</p>



<p>Auch zur Einordnung von Handlungsmöglichkeiten und Strategien haben Menschen unterschiedliche Meinungen. In dieser Methode unterscheiden wir drei wichtige Strategien für den Wandel (beim Vorstellen werden die jeweiligen Kärtchen an eine Pinnwand gepinnt – siehe Arbeitsmaterial zum Download):</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nowtopias: Selbst etwas machen oder aufbauen, das nachhaltiger oder gerechter ist. Im Kleinen ein anderes Miteinander ausprobieren und üben – in Form von neuen Praktiken, Institutionen, Infrastrukturen oder Organisationsformen.</li>



<li>Radikale Reformen: (Politische) Rahmenbedingungen schaffen, die es einfacher machen, nachhaltig und gerecht zu handeln. Gesetze und Regeln voranbringen, die im Hier und Jetzt ansetzen und das Gute Leben für alle als Ziel im Blick haben.</li>



<li>Widerstand leisten und Gegenmacht aufbauen: sich (öffentlich) gegen etwas stellen, das als ungerecht oder nicht nachhaltig bewertet wird; eine direkte Konfrontation oder einen Bruch mit bestehenden Institutionen und sozialen Strukturen suchen.“</li>
</ul>



<p>2. Kleingruppenphase (25 Minuten)</p>



<p>Der Ablauf der Gruppenarbeit wird erläutert und die Gruppe wird in Kleingruppen à 4-5 Personen unterteilt.</p>



<p>Die Gruppen werden jeweils einer der Strategien, <em>Nowtopias, </em><em>r</em><em>adikale Reformen, Widerstand leisten und Gegenmacht aufbauen,</em> zugeordnet. (Alternativ können sich die TN auch nach eigenem Interesse selbst einer der Strategien zuordnen. Bei mehr als 15 TN können die Strategien auch von mehreren Gruppen bearbeitet werden.) Jede Gruppe erhält einen Briefumschlag, in dem sich eine Kopie der Definition der jeweiligen Strategie sowie die ausgedruckten Handlungskärtchen befinden (siehe Arbeitsmaterial zum Download).</p>



<p>Die TN lesen zunächst die Definition der jeweiligen Strategie und klären anschließend Verständnisfragen. Dann schaut sich die Gruppe die Handlungskärtchen an. Auf der Vorderseite ist die Aktion mit einem kleinen Bild abgebildet. Auf der Rückseite finden die TN eine Kurzbeschreibung der Aktion sowie einen Link mit weiterführenden Informationen. Die TN diskutieren die Aktionen und versuchen, gemeinsam auszuwählen, welche Kärtchen zu ihrer jeweiligen Strategie gehören. Bei Interesse können sie über den Link weiterführende Informationen einholen.</p>



<p>4. Vorstellung Ergebnisse (15 Minuten)</p>



<p>Zurück in der Großgruppe stellt jede Kleingruppe ihre Strategie und ihre Zuordnung der Handlungskärtchen vor. Die anderen können Rückfragen stellen und die Großgruppe kann gemeinsam beratschlagen, ob die Kärtchen richtig zugeordnet sind.</p>



<p>5. Auswertung (15 Minuten)</p>



<p><strong>Anschließend wir</strong><strong>d</strong><strong> eine Auswahl aus folgenden Fragen diskutiert:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie ging es euch mit der Zuordnung der Kärtchen? Was war herausfordernd?</li>



<li>Welche der Handlungsmöglichkeiten trägt aus eurer Sicht zu einem sozial-ökologischen Wandel bei? Und wie? Welche nicht?</li>



<li>Welche der Strategien haltet ihr für wirkungsvoll für globale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit? Gibt es eine Strategie, die euch wichtiger vorkommt als die anderen? Wenn ja, warum?</li>



<li>Welche Auswirkungen haben Aktionen und Strategien hier in Deutschland für Menschen und Natur im Globalen Süden?</li>



<li>Welche Gefahren und Herausforderungen seht ihr bei den jeweiligen Strategien?</li>



<li>Welche Handlungsmöglichkeiten habt ihr selbst schon einmal ausprobiert? Auf welche habt ihr Lust? Bei welchen habt ihr Widerstände? Warum?</li>



<li>Welche weiteren Handlungsmöglichkeiten kennt ihr?</li>



<li>„Ohne innere Veränderung kann keine äußere Veränderung passieren. Ohne kollektive Veränderung ist Veränderung unbedeutend.“ (Rev. angel Kyodo williams) Wie wirkt dieses Zitat in euch?</li>
</ul>



<p><strong>Varianten</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Brainstorming: Am Anfang der Methode kann ein gemeinsames Brainstorming zu Handlungsmöglichkeiten stattfinden. Dafür gibt die anleitende Person die gleiche Einleitung. Bevor sie die drei Strategien vorstellt, lädt sie die TN dazu ein, alle Handlungsmöglichkeiten für einen sozial-ökologischen Wandel, die ihnen einfallen, zu nennen. Die anleitende Person schreibt diese auf Moderationskarten mit. Die Moderationskarten werden dann zusätzlich zu den ausgedruckten Handlungskärtchen auf die Gruppen aufgeteilt, sodass diese ihre eigenen Ideen auch den drei Strategien zuordnen können. Der Rest der Methode verläuft wie oben beschrieben.</li>



<li>Wenn Zeit ist, kann vor der Methode die Methode „Wer macht den Wandel“ durchgeführt werden. Die gesammelten Handlungsmöglichkeiten der verschiedenen Akteursebenen können auf Moderationskarten geschrieben werden. Zum weiteren Ablauf siehe Brainstorming und Ablauf.</li>
</ul>



<p><strong>Tipps und Hinweise für Anleitende</strong></p>



<p>Die Methode eignet sich insbesondere für Zielgruppen, die sich bereits mit Grundlagen sozialer und ökologischer Probleme beschäftigt haben und die auch selbst Interesse an einem sozial-ökologischen Wandel zeigen.</p>



<p>Es ist wichtig, immer wieder zu betonen, dass es nicht den einen Lösungsweg oder die eine „richtige“ Strategie für einen sozial-ökologischen Wandel gibt, sondern dass Transformationsprozesse sehr komplex sind und eine Vielzahl von verschiedenen Strategien, Ansätzen und Handlungen notwendig ist. Auch die Zuordnung der Handlungskärtchen zu den 3 Strategien ist nicht immer eindeutig und von den TN unterschiedlich interpretierbar. Sie kann durchaus vom Vorschlag zur Zuordnung (im Hintergrundtext für Anleitende) abweichen. Es ist möglich, dass ein Handlungskärtchen zu mehreren Strategien zugeordnet wird, oder gar keine Zuordnung findet.</p>



<p><strong>Quellen und Weiterführendes</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Barlow, Nathan/Regen, Livia/Cadiou, Noémie/Chertkovskaya, Ekaterina/Hollweg, Max/Plank, Christina/Schulken, Merle/Wolf, Verena (Hrsg.) (2022): Degrowth &amp; Strategy. How to bring about social-ecological transformation. Mayfly Verlag.</li>



<li>Konzeptwerk neue Ökonomie e.V. (Hrsg.) (2023): Bausteine für Klimagerechtigkeit. 8 Maßnahmen für eine solidarische Zukunft. München, oekom Verlag.</li>



<li>Rev. angel Kyodo williams. www.revangel.com</li>



<li>Schmelzer, Matthias &amp; Vetter, Andrea (2021): Degrowth/Postwachstum zur Einführung. Junius Verlag</li>



<li>Wright, Erik Olin (2017): Reale Utopien. Wege aus dem Kapitalismus. Suhrkamp Verlag.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Cloud und Rüben</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/cloud-und-rueben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hannes Welk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Dec 2021 14:13:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Teilnehmenden reflektieren die Zwiespältigkeit digitaler Technik bezüglich deren Nutzen und Gefahren durch ein Spiel und eine Textarbeit.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Teilnehmenden reflektieren die Zwiespältigkeit digitaler Technik bezüglich deren Nutzen und Gefahren durch ein Spiel und eine Textarbeit.</p>
<p><strong>Lernziele</strong></p>
<p>Die Teilnehmenden …</p>
<p>reflektieren die Zwiespältigkeit digitaler Technik bezüglich deren Nutzen und Gefahren.<br />
lernen die kontroverse Debatte um digitale Technik in der globalisierten Landwirtschaft kennen.<br />
lernen Forderungen / Ansätze für politische Maßnahmen kennen, um angesichts ökonomischer Machtverhältnisse die Interessen von Kleinbäuer*innen gegenüber großen Konzernen zu stärken.<br />
erkennen, dass die Gestaltung der Rahmenbedingungen für den Einsatz digitaler Technik ein politischer Prozess ist und reflektieren, inwieweit dieser mit Interessen und Machtverhältnissen verbunden ist.</p>
<p><strong>Ablauf</strong></p>
<p><strong>Vorbereitung</strong><br />
Flipchart bereitlegen, zwei Stühle nebeneinander positionieren für das Einstiegsspiel.<br />
Infoblatt für alle Teilnehmenden einmal ausdrucken.<br />
Material »Textbausteine zu Problemen und Forderungen« einmal ausdrucken und an den markierten Stellen auseinander schneiden, so dass 12 einzelne Textabschnitte entstehen. Ggf. aus den Problemen und Forderungen welche auswählen, falls es für die Zielgruppe sinnvoll ist, die Aspekte zu reduzieren. Schilder für die Stühle im Einführungsspiel vorbereiten (Aufschriften siehe »Durchführung«).</p>
<p><strong>Durchführung</strong><br />
1. Ein Hin und Her mit dieser Technik – Einstiegsspiel zur Zwiespältigkeit digitaler Technik (30—40 Minuten)<br />
Als erstes werden mit den Teilnehmenden zusammen Beispiele gesammelt, wo sie in ihrem Leben mit digitaler Technik zu tun haben, sie nutzen oder ihr begegnen. Die Anleitenden schreiben diese als Schlagwörter auf ein Flipchart oder eine Tafel. Dann wird das Spiel eingeleitet. Die Anleitenden haben dafür zwei Stühle nebeneinander im Raum aufgestellt, die alle sehen und zu denen alle sich leicht hinbewegen können. Ein Stuhl erhält ein Schild / ein DIN-A4-Papier mit der Aufschrift »das ist daran sinnvoll oder nützlich«, der zweite Stuhl eines mit der Aufschrift »das ist daran problematisch oder bedrohlich«. Die Anleitenden greifen aus den genannten und notierten Beispielen jetzt eines heraus und laden die Teilnehmenden ein, sich zu überlegen, wie digitale Technik in dem Beispiel sinnvoll oder nützlich eingesetzt ist (z. B. was dadurch einfacher, schneller geht oder überhaupt erst möglich ist) und was daran problematisch oder bedrohlich ist (z. B. wer davon ausgeschlossen ist, wer die Kontrolle über Daten hat). Wer dann einen Gedanken hat, kann aufstehen, sich auf den entsprechenden Stuhl setzen und diesen Gedanken laut sagen. Wenn der Stuhl, zu dem jemand etwas sagen möchte, besetzt ist, kann der Person auf dem Stuhl auf die Schulter getippt werden, um sie abzulösen. Dieser »Schlagabtausch« geht so lange weiter, bis keine weiteren Gedanken mehr dazu aufkommen. Dann können die Anleitenden (oder die Teilnehmenden) ein weiteres Beispiel auswählen und das Spiel noch zu weiteren Beispielen durchführen.<br />
Wenn es in Gruppen schwer fällt, sich direkt auf einen Stuhl zu setzen und einen Gedanken zu äußern, kann zuerst kurz zu zweit zu dem Beispiel getuschelt werden. Die Anleitenden können auch unterstützen, indem sie sich selbst auf einen Stuhl setzen und Aspekte einbringen.</p>
<p>Im Anschluss wird das Spiel anhand folgender möglicher Fragen in der Gruppe reflektiert, um herauszuarbeiten, inwiefern der Einsatz digitaler Technik oft zwiespältig ist:<br />
Wie einfach oder schwierig war es für euch, Punkte zu den beiden Stühlen zu finden? Was war einfacher?<br />
Was könnten Gründe dafür sein?<br />
Was fällt euch auf, wenn ihr die Gegenüberstellungen gehört habt? Wo seht ihr Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede?<br />
Wem nützt der Einsatz digitaler Technik in den verschiedenen Beispielen vor allem?<br />
Wer hat davon vor allem Nachteile? Wodurch entstehen diese Nachteile?<br />
Sind das die gleichen Akteure, die Nutzen oder Nachteile gleichermaßen daraus ziehen, oder unterschiedliche?<br />
Wer entscheidet darüber, wie oder ob in dem Bereich digitale Technik eingesetzt wird? Wer kann dabei mitgestalten? Wir wirkt sich das in euren Beispielen aus?</p>
<p>2. Textarbeit zur Rolle von Digitalisierung in der globalisierten Landwirtschaft (35 Minuten)<br />
Um die Zwiespältigkeit digitaler Technik auf den Bereich der globalisierten Landwirtschaft zu übertragen, lesen die Teilnehmenden jetzt das Infoblatt. Danach werden im Plenum inhaltliche Fragen geklärt und es wird mündlich zusammengetragen, was im Text zur (zwiespältigen) Rolle von Digitalisierung in der Landwirtschaft gesagt wird. Bei Bedarf können die Anleitenden dazu auch Stichpunkte für alle sichtbar festhalten. Anschließend kann mit den Teilnehmenden noch auf die eigenen Beispiele aus dem Einstiegsspiel Bezug genommen werden und es können Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet werden.</p>
<p>3. Aussagenpuzzle zu Problemen und Forderungen im Kontext einer machtkritischen / gerechteren Gestaltung politischer Rahmenbedingungen von Digitalisierung in der Landwirtschaft (45 Minuten)<br />
Im Anschluss können sich die Teilnehmenden jetzt noch intensiver damit beschäftigen, wie im Zusammenhang mit Digitalisierung in der globalisierten Landwirtschaft Nachteile oder Probleme für Produzierende auf kleineren Höfen entstehen und welche politischen Forderungen gestellt werden, um darauf zu reagieren. Die Textbausteine dazu im Material sind eine Zusammenfassung des Positionspapiers »Landwirtschaft 4.0. Politische Leitplanken für eine sozial gerechte und ökologisch verträgliche digitale Landwirtschaft«, das 2020 von verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen herausgegeben wurde. Alle Teilnehmenden ziehen (allein oder zu zweit, je nach Gruppengröße) verdeckt einen Textabschnitt. Sie lesen ihren Textabschnitt und versuchen dann, den passenden zweiten Teil zu ihrem Abschnitt zu finden (also die Forderung zu ihrem Problem oder umgekehrt). Dafür gehen alle Teilnehmenden umher und sprechen sich an, bis sie ihr Gegenstück gefunden haben. Wenn sich die Paare gefunden haben, besprechen sie kurz zusammen das Problem und die dazugehörigen Forderungen und schreiben Stichpunkte dazu auf Moderationskarten. Dann treffen sich alle wieder in der Großgruppe und die einzelnen Problembereiche / Lösungen werden nacheinander vorgestellt. Ggf. können dabei Rückfragen geklärt werden oder die Anleitenden unterstützen, falls die Zusammenhänge für Teilnehmende schwer zu verstehen waren.<br />
Die Moderationskarten der Paare werden von den Anleitenden inhaltlich strukturiert an eine Pinnwand gehängt, so dass ein übersichtliches Bild entsteht, das für alle sichtbar ist.</p>
<p>Diese Übersicht wird anschließend anhand folgender möglicher Fragen noch kurz besprochen und ein Transfer zu anderen Bereichen hergestellt:</p>
<p>Welche der Forderungen / Ansätze sind für euch neu, von welchen habt ihr schon mal gehört?<br />
Was würde sich durch Forderungen verändern – was für (Klein-)Bäuer*innen und was für große Agrar- oder Tech-Konzerne?<br />
Wie versuchen politische Forderungen, verschiedene Interessen auszugleichen? Aus welchen Gründen wird das für nötig gehalten?<br />
Wie steht ihr selbst zu diesen politischen Forderungen? Was haltet ihr für besonders wichtig?<br />
Für wie realistisch haltet ihr es, dass diese politischen Forderungen umgesetzt werden? Was steht dem aktuell im Weg? Was bräuchte es, damit sie einfacher umgesetzt werden könnten?</p>
<p>Zum Transfer auf andere Bereiche:</p>
<p>Woher kennt ihr das noch, dass sich in der Gesellschaft oder Wirtschaft unterschiedliche Interessen gegenüberstehen?<br />
Welche Interessen stehen sich eurer Einschätzung nach oft entgegen, wenn digitale Technik eingesetzt wird?<br />
Wie wird gesellschaftlich damit umgegangen?<br />
Welche Interessen setzen sich dabei oft durch oder haben mehr Gewicht?<br />
Wovon hängt es ab, ob die einen oder die anderen Interessen mehr Einfluss haben?<br />
Welche Rolle spielen dabei globale Machtverhältnisse?<br />
Inwiefern spielen politische Entscheidungen, Gesetze etc. eine Rolle dabei, Interessen auszugleichen?</p>
<p><strong>Varianten</strong></p>
<p>Wenn weniger Zeit ist oder das Thema zu komplex für die betreffende Gruppe, können auch kürzere Varianten der Methode durchgeführt werden: a) Nur Teil 1 (Einstiegsspiel) und dann daran anschließend direkt die Diskussion zum Transferfragenblock aus Teil 3; dann behandelt die Methode die Zwiespältigkeit digitaler Technik ohne den Bezug zu Landwirtschaft (ca. 60 Min). b) Nur Teil 2 als Textarbeit mit dem Schwerpunkt auf Digitalisierung und Landwirtschaft. Dafür lesen die Teilnehmer*innen den Text inklusive der mit »für Variante« markierten Abschnitte (ca. 30 Min). Hier kann auch Teil 3 angehängt werden (dann ca. 80 Min). An Stelle des Stuhl-Spiels am Anfang können verschieden Perspektiven auf digitale Technik auch in Kleingruppen erarbeitet werden. In Kleingruppen à vier Personen werden die Teilnehmenden eingeladen, Beispiele zu den zwei folgenden Fragen zu sammeln und auf Karten aufzuschreiben (Beispiele zu a) auf eine Farbe, zu b) auf die andere Farbe) (ca. 10 Min).</p>
<p>a) Wann empfindet ihr den Einsatz digitaler Technik als hilfreich und nützlich?</p>
<p>b) Wann empfindet ihr den Einsatz digitaler Technik als bedrohlich oder problematisch?</p>
<p>Die Kleingruppen stellen ihre Karten nach und nach vor und hängen ihre Beispiele nach den zwei Fragen sortiert an eine Pinnwand. Dabei können Karten bereits thematisch zusammengehängt werden. Wenn alle Gruppen vorgestellt haben, fassen die Anleitenden Bereiche /Kategorien nochmals zusammen. Dann geht es weiter mit dem Austausch im Plenum zu den Leitfragen wie oben beschrieben.</p>
<p><strong>Tipps und Hinweise für Anleitende</strong></p>
<p>Die Methode ist recht umfangreich und inhaltlich etwas komplexer. Wir empfehlen den Anleitenden, vorab die beiden Texte in der Literaturangabe selbst zu lesen (ca. acht Seiten gesamt)</p>
<p><strong>Möglichkeiten zur Weiterarbeit</strong></p>
<p>Die Methode »Wem gehören die Daten?« eignet sich, um sich vorab der Rolle von Daten in der digitalisierten Wirtschaft anzunähern. Mit der Methode »Wer bestimmt im Internet?« kann vorab ein Einstieg zu verschiedenen Akteuren und deren Interessen im Kontext Digitalisierung gemacht werden. In der Methode »Eine andere Welt im Bau – Portraits von Gegenbewegungen und Alternativen im digitalisierten Kapitalismus« werden noch mehr konkrete Beispiele für Gruppen / Initiativen vorgestellt, die sich für eine demokratischere und sozial wie ökologisch gerechtere Gestaltung von Digitalisierung einsetzen.</p>
<p><strong>Quellen</strong></p>
<p>INKOTA-netzwerk (2018): Inkota-Infoblätter Welternährung. Infoblatt 17: Digitalisierung. Zu finden auf webshop.inkota.de</p>
<p>INKOTA-netzwerk et al. (2020): Positionspapier Landwirtschaft 4.0. Politische Leitplanken für eine sozial gerechte und ökologisch verträgliche digitale Landwirtschaft. Zu finden auf www.bund.net</p>
<p><strong>Weiterführend</strong></p>
<p>Wiggerthale, M. (2018): Fusion von Bayer und Monsanto: Big Player der digitalen Landwirtschaft. Zu finden auf oxfam.de</p>
<p>Bündnis »Konzernmacht beschränken« (2018): Diskussionspapier »Konzernmacht in der digitalen Welt«. Zu finden auf agrarkoordination.de</p>


<p>Die Methode wurde entwickelt in Kooperation mit attac und der Rosa-Luxemburg&#8211;Stiftung</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="353" src="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2021/12/Rosa-Luxemburg-Stiftung_Logo.svg_-1.png" alt="" class="wp-image-6688" style="width:177px;height:auto" srcset="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2021/12/Rosa-Luxemburg-Stiftung_Logo.svg_-1.png 500w, https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2021/12/Rosa-Luxemburg-Stiftung_Logo.svg_-1-300x212.png 300w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="595" height="210" src="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2021/12/logo-50-100-1.jpg" alt="" class="wp-image-6691" style="width:175px;height:auto" srcset="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2021/12/logo-50-100-1.jpg 595w, https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2021/12/logo-50-100-1-300x106.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 595px) 100vw, 595px" /></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Digitalisierung verändert Arbeit — so oder so</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/digitalisierung-veraendert-arbeit-so-oder-so/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hannes Welk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Dec 2021 14:10:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Auswirkungen von Digitalisierung auf die Gestaltung von Arbeit werden betrachtet und diskutiert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Auswirkungen von Digitalisierung auf die Arbeitswelt gestalten sich höchst unterschiedlich. Ob Digitalisierung vornehmlich positive oder negative Effekte auf die Arbeitsanforderungen und -bedingungen hat, lässt sich nicht einfach beantworten. In dieser Methode lassen sich anhand vier verschiedener Arbeits- und Lebenssituationen die Auswirkungen von Digitalisierung auf die Gestaltung von Arbeit differenziert betrachten und diskutieren. In der Reflexion überlegen die Teilnehmenden gemeinsam, worauf es ankommt, um die positiven Auswirkungen der Digitalisierung zu stärken und die negativen Auswirkungen einzudämmen.</p>



<p><strong>Lernziele</strong><br>Die Teilnehmenden …<br>&#8211; lernen Arbeitsverhältnisse kennen, die durch einen digitalisierten Kapitalismus überhaupt erst entstehen konnten oder sich dadurch verändert haben.<br>&#8211; entwickeln einen mehrdimensionalen Blick auf die Vor- und Nachteile, die eine Digitalisierung der Arbeitsverhältnisse mit sich bringt.<br>&#8211; verstehen die Einführung und Nutzung digitaler Technik in Arbeitsverhältnissen als dynamischen Prozess, der unterschiedlich gestaltbar ist und von Machtverhältnissen abhängt.</p>



<p><strong>Vorbereitung</strong><br>Für die Einführung werden 3 bis 6 Plakate mit Aussagen (siehe unten) beschrieben und einer Skala mit den Polen »stimme voll und ganz zu» und »stimme gar nicht zu«. Die Plakate werden im Raum verteilt und Stifte werden bereit gelegt.<br>Die Rollen- und Aspektekarten sowie die Fragen an den Text werden ausgedruckt und bereit gelegt. Je Kleingruppe (max. 4 Personen) wird ein größeres Plakat mit einer Skala und den Polen »positiv« und »negativ« beschrieben.</p>



<p><strong>Durchführung</strong><br><em>1. Einführung: HomeSchooling – eigene Erfahrungen der </em><em>Auswirkungen von Digitalisierung aktivieren</em> (15 Min)<br>Die Plakate mit den unten stehenden Aussagen zu Erfahrungen von HomeSchooling werden im Raum verteilt und die Teilnehmenden positionieren sich (anonym) zu den jeweiligen Aussagen, indem sie Kreuze auf der darunter stehenden Skala (»stimme voll und ganz zu« bis »stimme gar nicht zu«) hinterlassen. Dabei ist wichtig, dass es kein Richtig oder Falsch gibt und es in erster Linie um die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden geht.</p>



<p><em>»Es ist mir leicht gefallen, Schulzeit und Freizeit zu </em><em>trennen.«</em><br><em>»Die flexiblere Gestaltung meines Tages war positiv </em><em>für mich.«</em><br><em>»Ich bin mit den technischen Voraussetzungen für digi</em><em>tales Lernen gut klar gekommen.«</em><br><em>»Ich konnte zuhause besser / konzentrierter / effektiver </em><em>lernen als in der Schule.«</em><br><em>»Durch HomeSchooling habe ich mich weniger kon</em><em>trolliert gefühlt.« »HomeSchooling hat mir generell gut gefallen.«</em></p>



<p>Sobald alle ihre Kreuze gesetzt haben, können exemplarisch Aussagen und die jeweilige Zustimmung bzw. Ablehnung gemeinsam angeschaut werden und die Teilnehmenden können ihre Position erläutern (wenn sie wollen). Je nach Gruppengröße können einzelne oder alle Teilnehmenden zu Wort kommen. Es sollte darauf geachtet werden, dass möglichst unterschiedliche Positionen angesprochen werden und das ganze Spektrum abgebildet wird. Da es sich um sehr persönliche Erfahrungen handelt, ist es wichtig, den Teilnehmenden zu versichern, dass sie eigene Erfahrungen teilen können, aber nicht müssen.<em><br></em></p>



<p>Am Ende der Einführung sollte klar werden, dass jede Person die Veränderungen, die die digitale Durchführung des Schulalltags mit sich bringt, anders wahrnimmt. Je nach Wohnverhältnissen, technischen Voraussetzungen und individuellen Präferenzen werden die Anforderungen, die die Nutzung digitaler Technik an Schüler * innen stellt, unterschiedlich bewältigt und bewertet. Gleichzeitig ist es interessant zu sehen, wo viele ähnliche Erfahrungen machen.</p>



<p><em>2. In Kleingruppen in eine andere Rolle versetzen</em> (35 Min)<br>Die Teilnehmenden werden in 4 Kleingruppen aufgeteilt, jede Kleingruppe erhält eine Rollenkarte. Die Teilnehmenden lesen den Text aufmerksam und überlegen gemeinsam, inwiefern verschiedene Aspekte von Digitalisierung auf die beschriebene Person wirken. Die folgenden Fragen können dabei helfen:<br>&#8211; Wo begegnet der Person digitale Technik in ihrer Arbeit? Was bedeutet Digitalisierung für ihre Abreitsgestaltung?<br>&#8211; Welche Gründe werden für die Einführung und Nutzung digitaler Technik genannt? Welche könnt ihr euch noch vorstellen?<br>&#8211; Welchen Nutzen zieht die Person daraus? Welchen Nutzen könnt ihr euch noch vorstellen – für wen?<br>&#8211; Wie geht es der Person mit den verschiedenen Aspekten von Digitalisierung?</p>



<p>Nach etwa 15 – 20 Minuten werden die auseinander geschnittenen Aspektkarten samt Fragen und ein Plakat mit einer Skala mit den Polen »positiv« und »negativ« ausgeteilt. Die Teilnehmenden schauen sich die verschiedenen Aspekte an und diskutieren gemeinsam, inwiefern diese für ihre Rollenkarte relevant sind.</p>



<p>&#8211; Ist dieser Aspekt relevant für die Person auf eurer Rollenkarte? Wenn nicht, könnt ihr ihn weglegen.<br>&#8211; Welche Vorteile und welche Nachteile hat dieser Aspekt für die Person?<br>&#8211; Inwiefern kann die Person diesen Aspekt selbst gestalten oder beeinflussen?<br>&#8211; Kann die Person sich entscheiden, in welchem Umfang sie sich diesem Aspekt aussetzt?</p>



<p>Die relevanten Aspektkarten werden von den Teilnehmenden auf einer Skala mit den Polen »positiv« und »negativ« angeordnet. Diese Verortung ist nicht immer eindeutig möglich und soll die Ambivalenz verschiedener Aspekte digitalen Arbeitens in die Diskussion einbringen. Hier ist es wichtig, den Teilnehmenden zu versichern, dass es keine »richtige« Lösung dieser Aufgabe gibt und es vor allem darum geht, ins Gespräch zu kommen und sich über verschiedene Aspekte miteinander auszutauschen.</p>



<p><em>3. Im Plenum Perspektiven zusammentragen und vergleichen </em>(25 — 45 Min)<br>Die Kleingruppen stellen in der Großgruppe kurz ihre Rollenkarte und die dazu gehörige Skala vor und erläutern, wie die verschiedenen Aspekte auf die Person wirken. Die Anleitenden können im Anschluss Reflexionsfragen stellen:<br>&#8211; Gestalten sich die Aspekte für die verschiedenen Personen ähnlich?<br>&#8211; Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo gibt es Unterschiede?</p>



<p>Durch die folgenden Fragen kann die Diskussion von der individuellen Perspektive der Arbeiter*innen um eine gesamtgesellschaftliche Dimension ergänzt werden. Die Fragen beziehen sich auf die Zielsetzung bei der Nutzung digitaler Technik, die Perspektive von Arbeitgeber*innen und Unternehmen und auf die Möglichkeiten und Grenzen einer anderen Gestaltung im Interesse der Arbeitenden.</p>



<p>&#8211; Welche Gründe gibt es für die Einführung digitaler Technik in Arbeitsverhältnisse?<br>&#8211; Welchen Nutzen haben die digitalen Erweiterungen? Welchen Nutzen könnten sie haben?<br>&#8211; Wer entscheidet über die Einführung und Nutzung digitaler Technik am Arbeitsplatz?<br>&#8211; Wie würden die Aspekte auf der Skala verortet, wenn ihr die andere Seite – also Arbeitgeber * innen oder Unternehmen – einnehmen würdet?<br>&#8211; Welche Vorteile und Nachteile haben die Aspekte für Arbeitgeber * innen oder Unternehmen?<br>&#8211; Wo stehen sich die Interessen der Arbeitgeber * innen und Arbeitnehmer * innen hier entgegen? Wo sind sie vereinbar?<br>&#8211; Was braucht es, damit Digitalisierung stärker auch im Interesse der Arbeitnehmer * innen eingesetzt werden kann?<br>&#8211; Was steht dem aktuell im Weg? Und was wären Schritte in diese Richtung?</p>



<p>Die Methode wurde entwickelt in Kooperation mit attac und der Rosa-Luxemburg&#8211;Stiftung</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="353" src="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2021/12/Rosa-Luxemburg-Stiftung_Logo.svg_-2.png" alt="" class="wp-image-6704" style="width:179px;height:auto" srcset="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2021/12/Rosa-Luxemburg-Stiftung_Logo.svg_-2.png 500w, https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2021/12/Rosa-Luxemburg-Stiftung_Logo.svg_-2-300x212.png 300w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="595" height="210" src="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2021/12/logo-50-100-2.jpg" alt="" class="wp-image-6707" style="width:181px;height:auto" srcset="https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2021/12/logo-50-100-2.jpg 595w, https://endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2021/12/logo-50-100-2-300x106.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 595px) 100vw, 595px" /></figure>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Perspektive umCaren</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/die-perspektive-umcaren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hannes Welk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2021 10:31:53 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.endlich-wachstum.de/?post_type=method&#038;p=2097</guid>

					<description><![CDATA[Begriffe und Konzepte wie Gender Care Gap, Sorge-Kette, migrantische Selbstorganisation werden vorgestellt und besprochen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In einem interaktiven Vortrag werden die Basics von Sorge-Ketten und migrantischen Positionen erklärt. Begriffe und Konzepte wie Gender Care Gap, Sorge-Kette, migrantische Selbstorganisation werden vorgestellt und besprochen.</p>



<p><strong>Lernziele</strong></p>



<p>Die Teilnehmenden (TN)</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>befassen sich mit konkreten Beispielen globaler Sorge-Ketten.</li>



<li>lernen intersektionale Positionen migrantischer Care-Arbeiter*innen und deren Widerstand kennen.</li>



<li>positionieren sich für eine gesellschaftliche Veränderung vor Ort (und global).</li>
</ul>



<p><strong>Ablauf</strong></p>



<p><strong>Hintergrund</strong></p>



<p>„Die Perspektive umCaren“ ist inspiriert von <a href="https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/may-ayim" target="_blank" rel="noreferrer noopener">May Ayim</a> (afrodeutsche Poetin, Logopädin und Aktivistin der Schwarzen Community in Deutschland). Sie verwendete die postkolonialen Perspektivumkehr, um die kolonial-rassistischen Kontinuitäten zu bennen und den Schwarzen Widerstand dagegen aufzuzeigen<em>.</em></p>



<p><br>Sorgearbeit (Care-Work) und die Migration von Menschen um Arbeit zu finden, sind verbunden. So werden z.B. mit steigendem Anteil Arbeiten im Haushalt oder in der Pflege von migrantischen Arbeitskräften erledigt. Menschen migrieren aus unterschiedlichen Gründen. Die Suche nach einem sicheren Einkommen für sich und Angehörige ist oft eine zentrale Motivation. Viel häufiger aber sind sie negativ von der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Abwertung von Sorgearbeit und deren Umverteilung ‚nach unten‘ betroffen. Ein unsicherer bzw. illegalisierter Aufenthalts- oder Arbeitsstatus ist in vielen Fällen Teil der schwierigen Bedingungen für die Lebens- und Arbeitssituation. Die Betroffenen entwickeln widerständige und kreative Umgangsweisen, um all diesen Bedingungen zu begegnen. Ihre Perspektiven und konkreten Forderungen nach Veränderung der Gesellschaft und den Care-Verhältnissen sollten stärker Beachtung finden bzw. Politiken von ihnen selbst und mit ihnen umgesetzt werden.</p>



<p><strong>Vorbereitung</strong><br>Die Anleitenden bereiten Moderationskarten mit zentralen Begriffen der Thematik darauf vor (siehe Arbeitsmaterial). Es sollten ausreichend Kopien der Texte, Abspielgeräte und Kopfhörer vorhanden sein, damit sich die TN mit den Fallbeispielen befassen können. Andernfalls müssen die TN eigene Geräte mitbringen und verwenden. Vorab werden die Arbeitsmaterialien an verschiedenen Ecken im Raum ausgelegt. Das kann an eingerichteten Arbeitsplätzen, an Tischen oder auch auf Decken sein. An diesen Plätzen wird ebenfalls Moderationsmaterial platziert – für eigene und gemeinsame Notizen aus der Gruppenarbeit. Die Leitfragen für die Einzel- und Fokusarbeit werden auf einem Flipchart vorbereitet.</p>



<p><strong>Durchführung</strong><br>1. Interaktiver Einstieg (15 Minuten) <br>Die Anleitenden teilen zuerst die Moderationskarten mit den Begriffen an die TN aus. Je nach Gruppengröße können auch mehrere den selben Begriff bekommen. Im Anschluss haben die TN 2 – 4 Minuten Zeit für ein kurzes Speed-Dating zu zweit. Sie stellen sich einander vor und teilen erste Gedanken zu ihren Karten. Danach beginnen die Anleitenden mit dem Vortrag und widmen sich dem ersten Begriff (Definition, Beispiele, etc nennen). Die Gruppe soll nun raten, zu welchem Begriff das passen könnte. Die Anleitenden lösen spätestens nach 5 Sekunden auf. Dieser Modus wird fortgesetzt bis die wichtigsten Begriffe geklärt sind. Nun fragen die Anleitenden nach, ob es noch Begriffe gibt, für die sich die TN Erklärung wünschen. Für diesen Einstieg ist es wichtig auf die Situation in Deutschland als Ausgangslage hinzuweisen und sowohl Care als auch die globalen<br>Arbeitsverhältnisse damit in Verbindung zu stellen.</p>



<p>2. Gruppenarbeit (35-45 Minuten) <br>Die Anleitenden nennen die Beispiele aus den unterschiedlichen Ländern. Die TN suchen sich eines aus. Die entstandenen Gruppen sollten ungefähr gleich große sein. Die Anleitenden weisen auf die kurzen Präsentationen im Anschluss an die Gruppenphase hin. Nun decken sie noch ein Flipchart mit Leitfragen auf und lesen diese vor. Sie sollen als Hilfestellung für die Bearbeitung dienen.</p>



<p>Leitfragen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Welche Personen oder Communities werden porträtiert bzw. stellen sich vor?</li>



<li>An welchem Ort oder welchen Orten leben und arbeiten sie? Wie sind die Bedingungen?</li>



<li>Was wird über Migration und (Care-)Arbeit gesagt?</li>



<li>Wird etwas über Diskriminierung erzählt? Falls ja, über welche?</li>



<li>Wie gehen die Betroffenen mit der Situation um bzw. haben diese verändert (Empowerment, Widerstand)?</li>



<li>Was findet ihr gut an den Beispielen, schwierig oder auch zu kritisieren?</li>
</ul>



<p>3. Präsentation und Diskussion (15-20 Minuten) <br>Die Gruppen präsentieren in 5 Minuten ihr Beispiel und beantworten ggf. ein bis zwei Rückfragen. Nach den Präsentationen bringen die Anleitenden den Fokus zurück auf Deutschland und die Verhältnisse vor Ort. Sie schlagen die Brücke zu den globalen Missständen um Care.</p>



<p>4. Statement schreiben (10 Minuten) <br>Zum Schluss werden die TN ermutigt für den deutschen Kontext (oder ihren Lebensort) eigene Positionen und Forderungen der Veränderung zu formulieren. Das kann z.B. in Form eines Slogans<br>oder Schaubilds auf einem Demo-Plakat oder als Online-Post sein.</p>



<p>5. Auswertung  (15 Minuten) <br>In einer Abschlussrunde teilen die TN, welche neuen Erkenntnisse und auch Fragen sie im Bezug<br>zu Care-Arbeit und globaler Gerechtigkeit aus der gemeinsamen Arbeit mitnehmen.</p>



<p><strong>Varianten</strong></p>



<p>Anstelle des interaktiven Einstiegs kann auch ein reiner Kurzvortrag gehalten werden.</p>



<p><strong>Durchführung digital</strong></p>



<p>Die Anleitenden bereiten Break-Out Räume vor. Es wird ebenfalls ein Online-Whiteboard mit den Leitfragen für die Gruppenarbeit erstellt. Pro Fallbeispiel wird ein Dokument mit dem jeweiligen Arbeitsmaterial für die Gruppen bereitgestellt. Der Einstieg kann alternativ in den Break-Out Räumen in Kleingruppen mit jeweils einem Begriff gemacht werden. Ab dann kann der Ablauf wie beschrieben weiterlaufen.</p>



<p><strong>Tipps und Hinweise für Anleitende</strong></p>



<p>Care-bezogene Missstände und allgemein die globale Ungleichheit sind weder auf Einzellfälle zu reduzieren, noch als „besonders schlimm“ in anderen globalen Kontexten hervorzuheben. Sie sind sozial, politisch und ökonomisch weltweit miteinander verknüpft und haben überwiegend in reichen Ländern wie z.B. Deutschland ihren Ausgangspunkt.</p>



<p></p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alle(s) verbunden</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/alles-verbunden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hannes Welk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2019 08:23:18 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.endlich-wachstum.de/?post_type=method&#038;p=2030</guid>

					<description><![CDATA[In einer Gruppenarbeit widmen sich die Teilnehmenden Texten und Beispielen unterschiedlicher trans-/nationaler Sorgeketten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Unterschiedliche trans-/nationale Sorgeketten werden von den Teilnehmenden (TN) in Gruppenarbeit erarbeitet und dann präsentiert und an einer Weltkarte visualisiert.</p>



<p><strong>Lernziele</strong></p>



<p><strong>Die </strong><strong>TN</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>lernen, die Verbindungen von Migration, Arbeit und sozialer Position mit dem Fokus auf Sorge / Care kennen</li>



<li>lernen das Konzept der (Global) Care Chain (Sorgeketten), Forschungsbeiträge zum Thema und konkrete Beispiele dazu kennen</li>



<li>können ihre eigene Position im Bezug zu globalisierten Arbeitsverhältnissen reflektieren</li>
</ul>



<p><strong>Ablauf</strong></p>



<p><strong>Hintergrund<br></strong>Sorgearbeit (Care-Work) und die Migration von Menschen um Arbeit zu finden, sind verbunden. Mit steigendem Anteil werden Arbeiten im Haushalt oder in der Pflege von migrantischen Arbeitskräften erledigt. Dies ist ein Symptom der gesellschaftlichen Abwertung dieser Arbeiten. Einerseits soll es die Bedingung erfüllen Sorge möglichst kostengünstig oder kostenlos zu organisieren. Andererseits führt es auch zu immer prekäreren Arbeits- und Lebenssituationen für die, die migrieren müssen, d.h. einen unsicheren bzw. illegalisierten Aufenthalts- oder Arbeitsstatus mit schlechtem oder gar keinem Einkommen. Es entstehen Ausbeutungsverhältnisse als auch widerständige und kreative Umgangsweisen um diesen zu begegnen. Das Konzept der (Global) Care Chain beruht auf ein diverses, feministisches Forschungsfeld, was die verbundenen Phänomene und Politiken kritisch untersucht.</p>



<p><strong>Vorbereitung</strong><br>Für die Gruppenarbeit werden die Texte (siehe Arbeitsmaterial) ausgedruckt und vervielfältigt. Als Darstellungshilfe trans-/nationaler bzw. globaler Verkettungen von Arbeitsverhältnissen wird eine größere Weltkarte empfohlen. Diese sollte vorher gut im Raum sichtbar ausgelegt oder aufgehängt werden.</p>



<p><strong>Durchführung</strong><br>1. Gruppenarbeit mit Texten (60 Minuten) <br>Die Teilnehmenden (TN) teilen sich in Gruppen zu je vier bis fünf Personen auf. Jede Gruppe erhält einen Text (siehe Arbeitsmaterial). Die Gruppen lesen den Text und tauschen sich über die zentralen Punkte des Textes aus (ca. 30‘).<br>Leitfragen können sein:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Was war neu?</li>



<li>Was habe ich nicht verstanden?</li>



<li>Was wird im Bezug zu Care / Sorge gesagt?</li>



<li>Werden im Text Äußerungen zu Migrationsbewegungen oder andere sozialen Unterschieden (‚Race‘, Klasse bzw. soziale Herkunft, Be_hinderung,…) gemacht und wenn ja in welchem Bezug zu Care / Sorge?<br><br>Während der restlichen 30min bereitet jede Gruppe zu ihrem Beispiel eine kurze Präsentation für die anderen Teilnehmenden vor. Eine große Weltkarte im Raum o. Ä. und Klebepunkte können zur Darstellung genutzt werden. Somit werden auch entsprechend Migrationsbewegungen visualisiert.</li>
</ul>



<p>2. Präsentation der Gruppenarbeit (20-30 Minuten) <br>In dieser Phase kommen alle Gruppen im Plenum zusammen und sammeln sich um die Weltkarte. Die Gruppen stellen nacheinander die zentralen Punkte ihres Textes und der eigenen Diskussionen vor. Falls noch nicht geschehen, werden nun Klebepunkte zur Markierung auf der Karte platziert.</p>



<p>3. Kurzinput: Das Konzept Global Care Chain und feministische Forschung (10-15 Minuten) <br>Anschließend halten die Anleitende einen kurzen Input zum Konzept der (Global) Care Chain, klären dabei Begriffe und weisen auf damit verbundene feministische Forschung und naheliegende politische Forderungen hin (siehe Hinweise Arbeitsmaterial). An dieser Stelle sollten die TN noch einmal die Möglichkeit haben Klärungsfragen zu stellen und das Wissen aus der Phase der Gruppenarbeit anzuschließen.</p>



<p>4. Auswertung (15 Minuten) <br>Die Auswertung erfolgt im Gesamtplenum. Sie kann sich an folgenden Fragen orientieren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>War euch das Konzept der (Global) Care Chain / Sorgeketten schon bekannt?</li>



<li>Lässt sich euer bisheriges Wissen um Care / Sorge erweitern und wie?</li>



<li>Hat euch die Methode neue Erkenntnisse in Bezug auf feministische Beiträge zu Migration und globalisierter, geschlechtshierarchischer Arbeitsteilung gebracht?</li>



<li>Gibt es Punkte, die ihr kritisiert?</li>



<li>Welche offenen Fragen haben sich ergeben?</li>
</ul>



<p><strong>Varianten</strong></p>



<p>Bei der Präsentation der Gruppen können auch Stecknadeln und Faden (z.B. Signalfarbe) verwendet werden, um Migrationswege der Arbeiter*innen darzustellen. Der Kurzinput zu (Global) Care Chains kann je nach Wissensstand der TN gehalten oder weggelassen werden. In letzterem Falle bietet sich aber eine kurze theoretische Einbettung durch die Anleitenden an. Falls der Kurzinput gehalten wird, kann dieser auch an einer anderen Stelle im Ablauf stattfinden. Zur Vorbereitung siehe die Hinweise im Arbeitsmaterial.</p>



<p><strong>Tipps und Hinweise für Anleitende</strong></p>



<p>Das Thema bietet durch seine Vielfalt an sozialen Dimensionen auch Fallstricke. Migrantische Arbeiter*innen sollten weder zu individualisierten Objekten, noch zu passiven Opfern stilisiert werden. Sie sind selbstständig agierende (widerständige) Akteur*innen. Die Anleitenden sollten durch eine verständliche Kontextualisierung auf den strukturellen Charakter der Verbindung von Migration und Arbeit, im bes. Sorge / Care hinweisen. Eine Weltkarte kann aus dem Materialbestand von Engagement Global kostenlos bezogen werden (Vorteil: nicht-eurozentrische Proportionen der Länder und Kontinente).</p>



<p><strong>Möglichkeiten zur Weiterarbeit</strong></p>



<p>Als ein filmischer Einstieg ins Thema Migration und Care eignet sich die Methode „Un_Sichtbar Global – Film und Gruppenarbeit“, zu finden auch auf <a href="https://endlich-wachstum.de/">www.care-revolution.org</a></p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vorsorgendes Wirtschaften</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/vorsorgendes-wirtschaften/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hannes Welk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2018 16:27:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.endlich-wachstum.de/?post_type=method&#038;p=1972</guid>

					<description><![CDATA[Die Teilnehmenden setzen sich mit Care und Degrowth auseinander und diskutieren, welche Parallelen beide Analysen aufweisen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Teilnehmenden (TN) erarbeiten inwiefern sich Care und Degrowth als transformative Ansätze inerhalb einer sozial ökologischen Transformation zusammen denken lassen.</p>



<p><strong>Lernziele</strong></p>



<p>Die Teilnehmenden (TN)</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>setzen sich kritisch mit Problemlagen in dem Konzept Degrowth und dem Thema Care auseinander.</li>



<li>erarbeiten Gemeinsamkeiten beider Themen-komplexe.</li>



<li>und lernen Care und Degrowth im Sinne einer sozial-ökologischen Transformation zusammen zu denken.</li>
</ul>



<p><strong>Ablauf</strong></p>



<p><strong>Hintergrund</strong><br>Die Diskurse rund um Wachstumskritik nehmen bisher vorwiegend den Zusammenhang zwischen Wachstum und Ökologie (Klima, Ressourcen etc.) in den Blick. Im Sinne einer umfassenden gesellschaftlichen Transformation gilt es jedoch, das Soziale und das Ökologische zusammen zu denken.</p>



<p><strong>Vorbereitung</strong><br>Die Anleitenden haben Grundlagenwissen zu beiden Themenfeldern und haben die online zur Verfügung gestellten Texte gelesen. Diese werden ausgedruckt und vervielfältigt, so dass alle TN einen Text lesen können. Bei Bedarf können auch weitere Texte recherchiert werden.<br>Ein Flipchart mit den Satzanfängen: “Wir gehören zusammen, weil…” und “Wir sind verbunden,&nbsp; weil…” muss vorbereitet werden.</p>



<p><strong>Durchführung</strong><br>1. Textarbeit zu den Themen Care und Degrowth (30 Minuten)<br>Aus der Gesamtgruppe der TN werden zwei Gruppen gebildet. Eine beschäftigt sich mit dem Thema Degrowth, die andere mit dem Thema Care. Dazu bekommen beide Gruppen Texte zum jeweiligen Thema. Alle TN suchen sich einen Text aus und liest ihn für sich allein.</p>



<p>Texte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Care 1: <a href="https://zeitschrift-luxemburg.de/artikel/caring-for-strategy/">Dück, Julia &amp; Fried, Barabara (2015): Caring for Strategy. Eine Transformationsperspektive aus den Kämpfen um soziale Reproduktion. LUXEMBURG.</a></li>



<li>Care 2: Respect (2006): Manifest der SUPERPRECARIA. (siehe Material zum Download)</li>



<li>Degrowth 1: Passadakis, Alexis &amp; Schmelzer, Matthias (2010): Postwachstum &#8211; 12 Fluchtlinien einer solidarischen Ökonomie jenseits des Wachstums. (siehe Material zum Download)</li>
</ul>



<p><br>Nach 30 Minuten tauschen sich die TN innerhalb ihrer Gruppe in Kleingruppen von zwei bis vier Personen aus. Leitfragen sind hierfür:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Was war neu für euch?</li>



<li>Was war interessant?</li>



<li>Was habe ich nicht verstanden? Jede Person schreibt sich Notizen auf ein A4 Blatt. Die Gruppe Degrowth benutzt dazu die roten Stifte, die Gruppe Care die blauen Stifte.</li>
</ul>



<p>2. Austausch in Paaren (15 Minuten) <br>Nun kommen alle wieder im großen Kreis zusammen. Alle TN nehmen ihre A4 Blätter mit Notizen mit. Die TN laufen durcheinander und halten sich dabei das A4 Blatt vor den Bauch.<br>Sobald die Anleitenden „Stop“ sagen, bleiben alle stehen. Nun suchen sich alle TN jeweils eine in der Nähe stehende Person, aus der anderen Themengruppe. Erkennbar sind die Gruppen an den Farben ihrer Notizen. Sie gehen nun in Paaren zusammen und suchen sich einen Platz im Raum, an dem sie in Ruhe arbeiten können. Mit Hilfe ihrer Notizen stellen sie sich gegenseitig das Gelesene vor. Sie können dafür auch die drei Leitfragen aus Schritt eins benutzen.</p>



<p>3. Zusammenführung von Care und Degrowth Diskursen (20 Minuten)<br>Im Anschluss an diesen Austausch diskutieren sie in den Paaren folgende Leitfragen:<br>Welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemlagen werden sowohl im Konzept Degrowth als auch in Care-Analysen benannt?<br>Welche Ideen und Visionen zu einem sozial-ökologischen Wandel überschneiden sich in den Texten zu Care und Degrowth?<br>Nach der Klärung dieser Fragen verteilen die Anleitenden A3 Bögen Papier. Sie präsentieren außerdem ein Flipchart mit der Aufschrift: “Wir gehören zusammen, weil…” und “Wir sind verbunden, weil…”.<br>Die Aufgabe für die TN besteht nun darin zwei bis drei Slogans zu verfassen, warum Degrowth und Care zusammen gedacht werden sollten. Diese formulieren sie auf den A3 Bögen mit dem vorgegeben Satzanfang. Die Slogans sollten auf Flyer oder Transparente passen.<br>Nach der Bearbeitungszeit kommen alle wieder zurück ins Plenum und stellen ihre Plakate vor. Sie begründen ihre Aussagen kurz. Jedes Paar klebt ihr Plakat an eine dafür geeignete Wand. Alternativ kann es auch auf den Boden gelegt werden.</p>



<p>4.  Auswertung (15 Minuten)<br>Die Auswertung erfolgt im Gesamtplenum. Sie kann sich an folgenden Fragen orientieren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Fiel es euch leicht Degrowth und Care zusammenzuführen?</li>



<li>Gibt es Punkte, an denen sich beide Konzepte widersprechen?</li>



<li>Findet ihr es wichtig beide Konzepte in eine sozial-ökologische Transformation miteinzubeziehen? Wenn ja, warum?</li>



<li>Hat euch die Methode neue Erkenntnisse in Bezug auf eine sozial-ökologische Transformation gebracht?</li>



<li>Welche offenen Fragen haben sich ergeben?</li>
</ul>



<p><strong>Möglichkeiten zur Weiterarbeit</strong></p>



<p>Um aufzuzeigen, wie neue Ideen aus Debatten um Degrowth und Care ganz praktisch umgesetzt werden könnten, eignet sich die Methode „Who cares?“. Im Anschluss können auch konkrete Projekte für eine sozial-ökologische Transformation entwickelt werden. Dafür eignet sich die Methode „Nowtopia“ .</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von Arabica bis Robusta</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/von-arabica-bis-robusta-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hannes Welk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2018 14:07:34 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.endlich-wachstum.de/?post_type=method&#038;p=1747</guid>

					<description><![CDATA[Die TN erarbeiten die Geschichte des Kaffeehandels anhand von ausgewählten Ereignissen auf einem Zeitstrahl von 1140 bis heute. In Kleingruppen werden verschiedene vorgegebene Ereignisse zeitlich eingeordnet. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die TN erarbeiten die Geschichte des Kaffeehandels anhand von ausgewählten Ereignissen auf einem Zeitstrahl von 1140 bis heute. In Kleingruppen werden verschiedene vorgegebene Ereignisse zeitlich eingeordnet. Anschließend stellen die TN Bezüge zum heutigen Kaffeehandel her und entwickeln Handlungsoptionen.</p>



<p><strong>Vorbereitung</strong><br>Die Vorbereitung richtet sich nach der Anzahl der TN. Für jede Kleingruppe (sechs bis acht Personen pro Gruppe sind ideal) werden folgende Vorbereitungen vorgenommen:<br>Die Anleitenden visualisieren pro Gruppe eine Zeitleiste mit dem Zeitraum 1140 bis heute auf dem Boden, z. B. mit Moderationskarten und Kreppband. Dabei muss zwischen dem ersten und dem letzten Datum genügend Platz bleiben, um neun Briefumschläge zu platzieren.<br>Die Anleitenden bereiten pro Kleingruppe neun Umschläge vor: In jedem Umschlag wird ein geschichtliches Ereignis (siehe Arbeitsmaterial „Ereigniskarten“) versiegelt. Die Umschläge werden zudem außen mit der passenden Überschrift versehen (siehe Arbeitsmaterial „Überschriften“).</p>



<p><strong>Durchführung</strong><br>1. Gruppenarbeit: zeitliche Einordnung der Ereignisse (25 Minuten)<br>Die Gruppe wird in Kleingruppen à sechs bis acht Personen aufgeteilt. Jeder Gruppe wird ein Zeitstrahl zugewiesen und sie erhält die neun beschrifteten Umschläge mit den Ereigniskarten. Die TN diskutieren, wann welches Ereignis vermutlich stattgefunden hat und platzieren die Umschläge entsprechend auf dem Zeitstrahl. Anschließend öffnen sie die Umschläge, prüfen ihre Zuordnung und korrigieren sie gegebenenfalls. Danach kommen die Gruppen wieder zusammen. Es werden Verständnisfragen geklärt und bei Bedarf der „Dreieckshandel“ in Form eines kurzen Vortrags eingeführt. Dieser kann je nach Zeitkontingent auch mit einem Videoausschnitt historisch untermauert werden (siehe Tipps für Anleitende).</p>



<p>2. Gruppenarbeit (20 Minuten)<br>Es werden neue Kleingruppen mit jeweils etwa vier Personen gebildet. In diesen Gruppen diskutieren die TN folgende Fragen. Die wichtigsten Ergebnisse werden auf Moderationskarten visualisiert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wenn ihr den Kaffeehandel heute beschreibt, was fällt euch auf?</li>



<li>Welche anderen Produkte fallen euch ein, die eine ähnliche Geschichte wie Kaffee aufweisen?</li>



<li>Welche Wiederholungen seht ihr zwischen einem Moment der Geschichte und der Gegenwart des Kaffeehandels? Welche prägnanten Veränderungen seht ihr?</li>



<li>Was könnte sich dadurch für die Zukunft ableiten?</li>
</ul>



<p>3. Vorstellung der Ergebnisse (15 Minuten)<br>Die Gruppen präsentieren ihre wichtigsten Ergebnisse in der Gesamtgruppe. Die beschriebenen Moderationskarten der Gruppen werden an einer Pinnwand geclustert, sodass Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Diskussionen sichtbar werden.</p>



<p>4. Auswertung (10 Minuten)<br>Folgende Impulsfragen können die Einheit abrunden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gab es neue Erkenntnisse während der letzten Stunde? Wenn ja, welche?</li>



<li>Wie seht ihr die Zukunft des Kaffeehandels? Welche Ansatzpunkte seht ihr, um den Kaffeehandel, besonders für die Produzent_innen, fairer zu gestalten?</li>



<li>Ist Fair Trade ein guter Ansatz? Warum (nicht)?</li>
</ul>



<p>Diese Methode wurde erstellt von Fairbindung e.V. <a href="https://www.fairbindung.org/">https://www.fairbindung.org/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>10 Vorschläge</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/10-vorschlaege/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hannes Welk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jun 2017 09:13:23 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.endlich-wachstum.de/?post_type=method&#038;p=1649</guid>

					<description><![CDATA[Die Teilnehmenden setzen sich mit einer politischen Maßnahme zugunsten einer Postwachstums- gesellschaft auseinander.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In Kleingruppen setzen sich die Teilnehmenden zunächst mit einer politischen Maßnahme zugunsten einer Postwachstumsgesellschaft auseinander und stellen diese anschließend mit ihrem Für und Wider vor. Daraufhin wird gemeinsam ein Schaubild aller Maßnahmen erstellt und die Zusammenhänge zwischen ihnen diskutiert.</p>



<p><strong>Hintergrund</strong><br>In Diskussionen rund um das Thema Degrowth wird häufig angemerkt, dass die Vorstellungen dazu vage bleiben und der Bezug zur realpolitischen Schritten fehlt. Als Reaktion darauf hat das Forscher_innenkollektiv „Research &amp; Degrowth“ (www.degrowth.org) aus Barcelona 10 Vorschläge für politische Maßnahmen entwickelt und diese in die politische Diskussion in Spanien eingebracht. Die Autor_innen betonen dabei, dass die Umsetzung eines einzelnen Vorschlags allein vermutlich keinen Zugewinn, sondern eine Verschlechterung der derzeitigen Situation bewirken würde. Laut den Autor_innen würde zum Beispiel die Einführung von ökologischen Grenzen (Vorschlag 9, siehe Arbeitsmaterial zum Download) für sich genommen vermutlich zu einer schrumpfenden Produktion und gegebenenfalls zu mehr Arbeitslosigkeit führen. In Kombination mit einer Aufteilung der Arbeit (Vorschlag 2) und einem Grundeinkommen (Vorschlag 3) könnten diese Effekte ausgeglichen werden und die soziale Sicherheit vom Wirtschaftswachstum entkoppelt werden. Deshalb müssen die Vorschläge als Gesamtpaket betrachtet werden, um die negativen Aspekte eines Vorschlags durch positive Auswirkungen eines anderen aufzufangen.</p>



<p><strong>Vorbereitung</strong><br>Die Anleitenden machen sich mit den 10 Vorschlägen vertraut (siehe Arbeitsblatt). Für eine weitergehende Beschäftigung mit einigen der Forderungen bietet sich das Buch „Degrowth. Handbuch für eine neue Ära“ (von D’Alisa et al. 2016) an.<br>Das Arbeitsblatt wird in ausreichender Anzahl ausgedruckt und die 10 Vorschläge werden ausgeschnitten.</p>



<p><strong>Durchführung</strong><br>1. Einführung (5 min)<br>Die Anleitenden stellen das Thema der Methode vor. Sie erläutern, wer die Autor_innen der 10 Vorschläge sind und wie es zu ihrer Formulierung kam (siehe Hintergrund). Sie weisen dabei darauf hin, dass sie für den Kontext von Spanien und Katalonien geschrieben wurden, sich aber (mit leichten Änderungen) auch auf andere Länder in Europa übertragen lassen.</p>



<p>2. Beschäftigung mit einer politischen Maßnahme in Kleingruppen (15 min)<br>Die TN werden in insgesamt neun Kleingruppen à zwei bis vier Personen aufgeteilt. Jede Gruppe erhält eine der politischen Maßnahmen. Die 10. Maßnahme (Abschaffung des BIP als Indikator) behalten die Anleitenden zunächst bei sich.</p>



<p>Die TN diskutieren folgende Leitfragen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Welche gesellschaftlichen Folgen sind bei der Einführung eurer politischen Maßnahme zu erwarten?</li>



<li>Was sind positive oder wünschenswerte Auswirkungen?</li>



<li>Welche negativen Auswirkungen könnten auch auftreten?</li>
</ul>



<p>Falls die TN zunächst keine eigenen Ideen haben, worauf sich die politischen Maßnahmen auswirken könnten, können die Anleitenden Anregungen geben, indem sie fragen, welche Auswirkungen die jeweilige Maßnahme auf z. B. die Erfüllung der Grundbedürfnisse, den Verbrauch natürlicher Ressourcen oder die soziale Ungleichheit haben.</p>



<p>3. Kurzpräsentationen (10 min)<br>Nach der intensiven Auseinandersetzung mit einem der 10 Vorschläge erstellt jede Kleingruppe ein Symbol für ihre Maßnahme auf einer Moderationskarte. Die Kleingruppen stellen nacheinander die Grundzüge ihrer politischen Maßnahme vor – dabei soll es ganz bewusst noch nicht um die positiven und negativen Folgen dieses Vorschlags gehen – und pinnen ihr Symbol an die Tafel/das Brownpaper, sodass alle Symbole zusammen einen Kreis bilden.</p>



<p>4. Interaktion der Maßnahmen (20 min)<br>Im nächsten Schritt soll es darum gehen, wie die verschiedenen Vorschläge zusammenhängen. Dazu wird in die Runde gefragt, welche Kleingruppe beginnen möchte, eine der Auswirkungen zu benennen, die sie als besonders wichtig oder problematisch erachtet. Die Anleitenden schreiben die Auswirkung als Stichwort auf eine Moderationskarte und platzieren diese im Schaubild innerhalb des Kreises der Vorschläge/Symbole (siehe Arbeitsmaterial Schaubild).<br>Anschließend zeichnen sie eine Linie zwischen der Maßnahme und der Auswirkung: in Rot, wenn die Auswirkung als negativ eingeschätzt wurde; in Grün, wenn die Auswirkung als positiv eingeschätzt wurde. Daraufhin wird in die Runde gefragt, ob andere die gleiche Auswirkung durch ihre eigenen Maßnahmen identifiziert haben. Die jeweiligen Verbindungen werden ergänzt. So entsteht das Schaubild, bis alle wichtigen Auswirkungen integriert und alle Verbindungslinien gezogen wurden. Falls das Schaubild ab einem bestimmten Punkt unübersichtlich wird, kann auch abgebrochen oder weitere, weniger wichtige Auswirkungen können außerhalb des Schaubilds festgehalten werden.</p>



<p>5. 10. Vorschlag – Überleitung zur Auswertung (5 min)<br>Von den Anleitenden wird nun der 10. Vorschlag „Schafft das BIP als Indikator für wirtschaftlichen Fortschritt ab“ vorgelesen, mit der anschließenden Frage: „Warum ist es wichtig, die Einführung der genannten Vorschläge mit der Abschaffung des BIP als derzeit wichtigstem Indikator für unseren Wohlstand zu kombinieren?“</p>



<p><strong>Auswertung</strong><br>Für die Auswertung sollte das Schaubild für alle weiterhin gut sichtbar sein. Dabei können folgende Fragen diskutiert werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wenn ihr euch das Netz anschaut, welche politischen Maßnahmen sind zentral?</li>



<li>Gibt es auch Maßnahmen, die eurer Meinung nach nicht so wichtig sind oder sogar weggelassen werden könnten? Gibt es Maßnahmen, die ihr problematisch findet?</li>



<li>Welche derzeitigen gesellschaftlichen Probleme würden von den Maßnahmen in Angriff genommen?</li>



<li>Welche Probleme sind offen geblieben? Für welche negativen Aspekte wurden keine ausgleichenden Auswirkungen gefunden? Wie könnten diese verbliebenen negativen Aspekte aufgefangen werden?</li>
</ul>



<p><em>Quellen:</em><br><em>D’Alisa, Giacomo/Demaria, Federico/Kallis, Giorgos: </em><em>Degrowth. Handbuch für eine neue Ära. München 2016.</em><br><em>Kallis, Giorgos (mit Research &amp; Degrowth): </em><em>10 Policy Proposals for the New Left. </em><em>www.degrowth.org/2015/05/15/y</em><em>es-we-can-prosper-without-growth</em><br>Wir bedanken uns bei Research &amp; Degrowth für die Erlaubnis zur Nutzung der 10 Vorschläge für diese Methode.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von Steuern, die steuern</title>
		<link>https://endlich-wachstum.de/method/von-steuern-die-steuern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hannes Welk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jun 2017 13:11:39 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.endlich-wachstum.de/?post_type=method&#038;p=1645</guid>

					<description><![CDATA[Die Teilnehmenden nähern sich der Bedeutung von Steuern für eine sozial-ökologische Transformation an.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Teilnehmenden nähern sich der Bedeutung von Steuern für eine sozial-ökologische Transformation an. In Kleingruppen beschäftigen sie sich mit den besteuerten Faktoren Arbeit, Umweltbelastung, Kapital. Zuerst diskutieren die Kleingruppen, welche Auswirkungen es hat, wenn ein Faktor gering oder hoch besteuert wird. Darauf aufbauend überlegen die TN in den Kleingruppen, wie sie im Sinne einer sozial-ökologischen Steuerreform die Besteuerung ihres Faktors verändern würden. Im dritten Schritt stellen sich die TN in einem Gruppenpuzzle ihre Ergebnisse vor und diskutieren sie.</p>



<p><strong>Hinweis zur Nutzung: </strong>Die Materialien der Methode wurden in den 2010er Jahren veröffentlicht und decken daher nicht das aktuelle Debattenspektrum ab. </p>



<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=RyPHsOXYOn8">Video zum Einstieg</a></p>



<p><strong>Vorbereitung</strong><br>Wir empfehlen den Anleitenden zur Vorbereitung die Lektüre der Hintergrundtexte. Im Raum werden drei Gruppentische benötigt, mit ausreichend Stühlen für die TN.<br>Die Anleitenden visualisieren in Anlehnung an das Arbeitsblatt für TN (siehe Arbeitsmaterial) die derzeitige Verteilung der Steuer- und Abgabenbelastung auf die drei Faktoren Arbeit (ca. 63%), Kapital (ca. 12%), Umweltbelastung (ca. 5%) und Sonstige (20%).<br>Für die Gruppenarbeit wird Flipchartpapier bereitgelegt.</p>



<p><strong>Durchführung</strong><br>1. (10 Minuten) Einstieg<br>Die Anleitenden geben eine kurze Einführung, in der sie die Debatte um die sozial-ökologische Steuerreform vorstellen (Notwendigkeit, Wirkungsweise). Dafür kann z. B. das kurze Einstiegsvideo mit Damian Ludewig (ehemaliger Geschäftsführer bei der Organisation Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft) im Material genutzt werden. Andernfalls gibt es Hintergrundtexte für Anleitende im Material zum Download.</p>



<p>2. (50 Minuten) Kleingruppenphase<br>Die Gruppe teilt sich in drei Kleingruppen, die sich dann in drei Schritten mit je einem Steuerfaktor (Arbeit, Kapital oder Umweltbelastung) näher beschäftigen. Wir empfehlen, je nach Gruppe lieber von „Bereich“ zu sprechen, anstatt den sehr technischen Ausdruck „Faktor“ zu verwenden.<br>a) Im ersten Schritt geht es darum, zu verstehen, was der jeweilige Faktor oder Bereich eigentlich umfasst. Dazu lesen die TN den kurzen Arbeitstext zu ihrem Gruppenthema. Die Anleitenden sollten dabei präsent sein, um ggf. Rückfragen klären zu können. Anschließend wird die Gruppenarbeit kurz unterbrochen und die Anleitenden stellen den TN die aktuelle Verteilung der Steuerlast auf die Bereiche anhand des vorbereiteten Schaubilds vor.<br>b) Im zweiten Schritt haben die Kleingruppen jetzt die Aufgabe, zu überlegen, welche Auswirkungen die aktuell niedrige oder hohe Besteuerung ihres Bereichs hat: Was wird dadurch billiger oder teurer? Welches Handeln wird dadurch attraktiver oder weniger attraktiv? Die Gruppe notiert ihre Antworten, sodass sie später für das Gruppenpuzzle genutzt werden können.<br>c) Im dritten Schritt erhalten die Kleingruppen je ein Arbeitsblatt pro TN zur Neuverteilung der Steuerlast. Sie überlegen nun gemeinsam, welche Höhe der Steuerlast im eigenen Faktor/Bereich sie im Sinne einer sozial-ökologischen Steuerreform (im Vergleich zur aktuellen Situation) für sinnvoll halten. Diesen Anteil markieren sie auf ihren Arbeitsblättern in der jeweiligen Farbe ihres Faktors/Bereichs.</p>



<p>3. (20 Minuten) Diskussion: Gruppenpuzzle<br>Jetzt folgt der Austausch mit Vertreter*innen der anderen Kleingruppen. Dafür werden vier neue Gruppen gebildet. In jeder neuen Gruppe sollte mindestens eine Expertin oder ein Experte für jeden Bereich vertreten sein. Die Expert*innen stellen sich ihre Vorschläge nacheinander vor, erklären, warum sie den gewählten Anteil für sinnvoll halten, und diskutieren sie. Am Ende soll sich jede Expert*innenrunde auf einen Vorschlag einigen, wie sie ihre Faktoren zusammensetzen würden. Diesen visualisieren sie auf dem vorbereiteten Flipchartpapier.</p>



<p><strong>Auswertung</strong><br>Die Gruppe kommt jetzt wieder im Stuhlkreis zusammen. Die Vorschläge der Kleingruppen aus dem Puzzle werden vorgestellt und miteinander verglichen. Anschließend wird der Prozess mit der Gruppe reflektiert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie einfach oder schwierig war es für euch, die Auswirkungen von Besteuerung/Abgabenbelastung abzuschätzen?</li>



<li>Inwieweit haltet ihr selbst eine sozial-ökologische Steuerreform für sinnvoll?</li>



<li>Welche Hindernisse könnten einer solchen Reform im Weg stehen?</li>



<li>Welche Auswirkungen hätte eine solche Steuerreform auf euer eigenes Leben oder auf das eurer Familie?</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
